Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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mit dem großen Zwecke meines Daſeins unvereinbar wäre.«

»Darf ich fragen, wenn es kein Geheimniß iſt, worin dieſer Zweck beſteht?«

»Ausfindig zu machen, wer mein Vater iſt.

Der Kapitän blickte mich verwundert an.

»Ich habe mehr als einmal geglaubt, daß Sie ein wenig irre wären, jetzt aber ſehe ich, daß Sie toll rein toll ſind. Sein Sie nicht böſe, ich konnte mich nicht enthalten, dies zu ſagen, und wenn Sie wünſchen, daß ich Ihnen Satisfaction gebe, ſo werde ich mich⸗ ſehr gegen meinen Willen, dazu genöthigt ſehen.

»Nein, nein, Atkinſon, ich glaube, daß Sie nicht ſehr fern von der Wahrheit ſind, und vergebe Ihnen doch laſſen Sie uns auf den beſprochenen Gegenſtand zurückkommen. Eine Anſtellung im königlichen Heere wird mir, wie Sie ſagen, eine Stellung in der Geſell⸗ ſchaft ſichern, weil ich als Offizier Gentleman ſein

würde. Allein ich wünſche den Vortheil, der Ihrer Meinung nach aus dieſer Stellung für mich herflöſſe, mir nicht zu eigen zu machen, denn ſie könnte auch zu großen Demüthigungen führen. Auch die Rechte ſtehen mir nicht an, obgleich ich Ihren Abſcheu dagegen nicht ganz theile. Mein bisheriges Leben hat mich unge⸗ ſchickt zu dieſem Studium gemacht, es iſt mir aber frei⸗ geſtellt, irgend einen andern Stand zu wählen?«

»Ich möchte nicht gern zudringlich erſcheinen, aber haben Sie hinlänglich zu leben?« er

Ja, wenn auch nicht überflüſſig; etwa ſo viel, als ein jüngerer Bruder zu haben pflegt. Es reicht eben hin für Handſchuhe, Cigarren und Eau de Cologne.«

»Dann rathe ich Ihnen, werden Sie nichts. Der einzige Unterſchied, den ich zwiſchen einem Gentleman