Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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ſo ſagt mir doch mein Gewiſſen, daß ich, indem ich da⸗ zu ſchwieg, als ich für etwas ausgegeben wurde, was ich nicht war, mindeſtens an dem Betruge Theil ge⸗ nommen habe, und den Folgen mich unterwerfen muß. Meine gegenwärtige Lage iſt höchſt unangenehm; ich ſollte mich zurückziehen, und wo möglich mit gegründe⸗ ten Anſprüchen auf die Gunſt der Geſellſchaft zurück⸗ kehren. Ich habe, Gott ſei Dank! noch Freunde, ein⸗ flußreiche Freunde. Man hat mir eine Anſtellung in Oſtindien ein Offizier⸗Patent oder die Mittel zum Studium der Rechte angeboten, hätten Sie vielleicht die Güte, mir Ihre Meinung zu ſagen?« Ich erachte es als ſehr ſchmeichelhaft für mich, daß Sie mich um Rath fragen. Eine Anſtellung in Oſtin⸗ dien heißt ſich auf vierzehn Jahr deportiren laſſen, um mit vielem Gelde nur zu leben, aber ohne Geſundheit, um das Leben genießen zu können, zurückzukehren. Of⸗ fizier zu werden, möchte für Sie paſſen, und außerdem darf ſich Niemand weigern, ſich mit Ihnen zu ſchlagen, wenn Sie im königlichen Heere dienen. Allein in Ih⸗ rer beſonderen Lage würden Sie, glaube ich, wenn Sie zu einem Regimente kämen, deſſen Offiziere auf die un⸗ tadelhafteſte Reputation halten, ſich mit der halben Tiſchgenoſſenſchaft ſchlagen müſſen, und von der andern Hälfte in Verruf gethan werden. Dann würden Sie genöthigt ſein, ſich auf halben Sold ſetzen zu laſſen, und Ihr Patent würde ihnen eine große Beihülfe ſein. Was die Rechte betrifft ſo möchte ich meinen Bru⸗

der lieber im Sarge liegen ſehen. Da haben Sie meine

Meinung.

Sie iſt jedenfalls nicht ſehr ermuthigend,« erwie⸗ derte ich lachend;»allein es iſt viel Wahrheit in Ihren Bemerkungen. Nach Oſtindien will ich nicht, da dies Saphet. II. 13