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ſellſchaften, und die älteren Damen, die mir ſo oft ihre Töchter indirekt angetragen hatten, ließen es an den ſchärfſten Bemerkungen nicht fehlen; und wenn eine von ihnen giftiger als die Uebrigen war, ſo brauche ich kaum Lady Maelſtrom zu neunen, die ihre Miethpferde faſt todt jagte, indem ſie von einer ihrer Bekanntinnen zur andern fuhr, um ſich über meine unerhörte Ruchlo⸗ ſigkeit zu ergehen, daß ich mir angemaßt, die mir an Range Ueberlegenen zu täuſchen. 3 Harcourt, der mit mir zuſammen lebte— Harcourt, der meine Großherzigkeit geprieſen hatte, als ich ihm meine Eröffnung machte— ſelbſt Harcourt fiel von mir ab, und ſagte mir, etwa vierzehn Tage, nachdem ich in Löndon wieder angekommen war, daß ihm ſeine jetzige Wohnung minder gefalle, als die frühere, die er wieder zu beziehen gedächte. Er nahm freundſchaftli⸗ chen Abſchied von mir, allein ich bemerkte, daß er, wenn wir uns zufällig begegneten, that, als ob er mich nicht ſähe, und zuletzt begnügte er ſich mit einer flüch⸗ tigen Begrüßung. Ich war überzeugt, daß ſeinem Be⸗ nehmen Abſichtlichkeit zum Grunde lag, und beachtete daher auch ihn nicht mehr. Er ſolgte nur Anderer
Beiſpiel. Das Geſchrei Derer, die mich als eine gute
Parthie an ſich zu ziehen gehofft hatten, war ſo gewal⸗ tig, daß jeder junge Mann, der in meiner Geſellſchaft geſehen wurde, erwarten mußte, daß ſein Name auf
den Beſuch⸗Verzeichniſſen durchſtrichen würde. Dies
entſchied mein Schickſal, und ich war allein. Eine Zeit lang ertrug ich es mit Stolz, und nahm die Miene des Trotzes an; dies konnte jedoch nicht im⸗
mer dauern. Der Behandlung, die ich erfuhr, ge⸗ ſchah ein geringer Einhalt durch Lord Windermears
Güte, der mich wiederholt an ſeine Tafel zog; allein


