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Mylord,— haben Sie Mitleid mit mir,“ fuhr ich, mein Geſicht mit den Händen bedeckend, fort. Der Biſchof, dem in meinem Aeußern nichts, was
auf einen Betrüger hingedeutet hätte, vorhanden zu
ſein ſchien, und der bemerkte, wie ſehr ich ergriffen war, ließ mir Zeit, mich einigermaßen zu faſſen, und gab mir darauf eine Erklärung. Er hatte noch als Pfarrer ei⸗ nen einzigen ungerathenen Sohn gehabt, der ſich nicht zurückhalten ließ, zur See zu gehen. Er hatte ihn auf der Poſt abreiſen ſehen, und ihm die erwähnte Summe mitgegeben. Sein Sohn war in einem Ge⸗ fecht ſchwer verwundet worden, und nach dem Hospi⸗ tale in Plymouth geſchickt, wo er ſtarb. Ich gab darauf auch meine Erklärung, und entfernte mich mit einem über meine Täuſchung ſchmerzlich bewegten Herzen. Der Biſchof drückte mir zum Abſchiede die Hand, und wünſchte mir für die Zukunft beſſern Erfolg.
Ich begab mich faſt in Verzweiflung zu Hauſe. Ti⸗ motheus tröſtete mich ſo gut er konnte, und rieth mir⸗ ſo viel als möglich in Geſellſchaft zu gehen, was am wahrſcheinlichſten zur Erreichung meines Zweckes führen würde. Er glaubte freilich keineswegs, daß ich Hoff⸗ nung hätte, meinen Wunſch in Erfüllung gehen zu ſehen, meinte aber, daß Zerſtreuungen wenigſtens meine gute Lanne wieder herſtellen würden.
»Ich will die kleine Fleta auf ein paar Tage be⸗ ſuchen,« erwiederte ich;„die wird mir mehr wohlthun, als irgend etwas anderes.«
Ich reiſ'te am folgenden Tage ab, und fand, daß die liebe Kleine viel größer geworden war, und ſich
überhaupt ſehr zu ihrem Vortheil verändert hatte. Ich
blieb eine ganze Woche bei ihr, machte mit ihr täglich Spaziergänge, und unterhielt ſie und mich ſelbſt auf


