20— aufgenommen,“« erwiederte der Biſchof, ſein Geſicht boedeckend.
Nein, Mylord,“ rief ich, mich vor ihm auf die Kniee werfend, aus; ver iſt nicht todt, er liegt hier zu Ihren Füßen, und bittet um Ihren Segen.«⸗
Der Biſchof ſprang von ſeinem Stuhle auf.»Was ſoll das bedeuten, Sir?« ſagte er erſtaunt.»Sie, mein Sohn!«
„Ja, mein verehrungswürdiger Vater— Ihr Sohn, den Sie mit funfzig Pfund—«
»Auf die Poſtkutſche nach Portsmouth—«
»Nein, Sir, in den Korb legten.“
„»Meinen Sohn? Sir— Pach! er ſtarb im Hospi⸗ tale.«
»Nein, Mylord, er kam aus demſelben heraus, dem Findlinghospitale,« erwiederte ich,»und wie Sie ſehen, geſund und wohl.«
„»Sir, hier muß entweder ein ſonderbarer Irrthum obwalten, oder Sie treiben Ihren Scherz mit mir,⸗ ſagte der Biſchof;»denn, Sir, ich war an ſeinem Ster⸗ bebette, und bin ihm zu Grabe gefolgt.«
„Sind Sie deſſen gewiß, Mylord,“ fragte ich beſtürzt.
»Ich wollte, daß ich es nicht wäre, Sir;— denn
ich bin nun kinderlos; aber, Sir, wer und was ſind Sie denn, daß Sie ſo viel von meinem frühern Leben wiſſen, und mir einen ſolchen Betrug ſpielen wollen?«
„Ihnen einen Betrug ſpielen, Mylord!« erwiederte ich, einſehend, daß ich im Irrthum ſei.„»Ach! eine ſolche Abſicht hegte ich nicht. Wer ich bin? Ich bin ein jun⸗ ger Menſch, der ſeinen Vater ſucht. Ihr Geſicht, und beſonders Ihre Naſe, gleichen der meinigen ſo ſehr, daß ich mich überzeugt hielt, in meinen Nachforſchungen glücklich geweſen zu ſein. Haben Sie Mitleid mit mir,


