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Ehrenhaftigkeit und der Würde Ihres Standes, das
Sie mir eine aufrichtige Antwort ertheilen werden. Verheiratheten Sie ſich nicht früh mit einem jungen Frauenzimmer, und befanden Sie ſich nicht damals in ſehr bedrängten Umſtänden?«
Der Biſchof ſtarrte mich an.»Wirklich, Mr. New⸗ land, das iſt eine ſeltſame Frage, und ich kann nicht begreifen, wohin ſie führen ſoll, will ſie aber dennoch beantworten. Ich verheirathete mich allerdings früh, und war zu jener Zeit nicht ſehr bemittelt.«
„»Sie hatten aus jener Verbindung ein Kind— Ih⸗ ren Erſtgebornen— einen Knaben?«
»Das iſt gleichfalls richtig, Mr. Newland,« erwie⸗ derte der Biſchof ernſt.
»Seit wie lange haben Sie ihn nicht geſehen?«
»Seit vielen Jahren nicht,« erwiederte der Biſchof, und hielt ſein Tuch vor die Augen.
»Antworten Sie mir jetzt, Mylord;— zogen Sie nicht Ihre Hand von ihm ab?«
»Nein, nein!“« rief der Biſchof aus.„Es iſt ſon⸗ derbar, Mr. Newland, daß Sie viel. von der Sache zu wiſſen ſcheinen, da Sie zu jener Zeit kaum geboren ſein konnten. Ich war damals arm— ſehr arm; aber dennoch, obgleich es mir ſchwer wurde, ſie herbei zu ſchaffen, erhielt er funfzig Pfund von mir.«
»Aber, Sir,« entgegnete ich in der größeſten Be⸗ wegung, warum haben Sie ihn nicht zurückgefordert?«⸗
»Ich würde es gethan haben, Mr. Newland— aber
was konnte ich thun— er war nicht mehr zudüͤckzu⸗
fordern, und jetzt— iſt er mir für immer verloren.“« »Wahrlich, Sir, bei Ihrer gegenwartigen günſtigen Lage müſſen Sie wünſchen, ihn wieder zu ſehen.«
» Er iſt todt, und ich hoffe, daß der Himmel ihn 2*


