gen, ſobald Sie es in die Hände bekommen, nicht ver⸗
praſſen, wenn ich es ändern kann; und Sie werden doch zugeben, daß dies meinerſeits ein ſehr redliches Ver⸗ ſprechen iſt.« 4 3
»Ich fordere Sie heraus, mein Vermögen zu ver⸗ geuden,“« erwiederte ich mit Lachen.
„Laſſen Sie das bleiben, Newland, ich möchte mich ſonſt verſucht dazu fühlen. Vor Allem aber wetten Sie nicht mit mir darauf, denn das möchte noch gefährlicher
ſein. Wir haben, ſeit wir zuſammen leben, von Ihren
tauſend Pfunden erſt vierhundert ausgegeben, was mir als eine große Sparſamkeit erſcheint. Gehen wir nach Cheltenham, was ſagen Sie dazu? Sie werden dort eine Menge iriſche Mädchen finden, die ſich nach Männern umſehen und Ihnen freundlich entgegenkommen werden.⸗ »Fch haſſe dieſe Glücksjägerinnen,« erwiederte ich.
„Ich gebe zu, daß ſie, wie alle Welt, vortheilhafte
Partien zu machen wünſchen; doch muß man ihnen Ge⸗ rechtigkeit widerfahren laſſen. Obwohl ſie bereit ſind,
wenn Sie Anträge machten, Ihnen nach drei Tagen das Jawort zu ertheilen, ſo werden ſie doch, einmal ver⸗
heiräthet, die allerbeſten Gattinnen von der Welt. Ir⸗ gend wohin müſſen wir doch gehen, und ich halte Chel⸗ tenham für einen ebenſo paſſenden Ort, als jeden andern. Ich will nicht ſagen, um eine Frau zu ſuchen,— allein er paßt in meine Abſichten.« 3 e
Dieſer letzte Grund entſchied, und nach wenigen Ta⸗ gen befanden wir uns in Cheltenham und mitten in dem Strudel der Geſellſchaft. 1
„»Newland,“ ſagte Carbonnell zu mir,»Sie finden gewiß die Zeit ſehr lang an dieſem einförmigen Hrte.⸗
„»Nicht im Mindeſten,“« erwiederte ich.»Ich belu⸗ ſtige wich mit Gaſtereien, Tanzen und Umherwandeln ganz gut.⸗
„»Wir müſſen es indeß noch beſſer machen. Sagen Sie mir, ſind Sie ein fertiger Whiſtſpieler?«
»Ganz und gar nicht. That faſt unbekannt.“
„Es iſt eine faſhionabie und unentbehrliche Kunſt. Ich muß Sie zum Meiſter darin machen, und wir wol⸗
en die Vormittage dazu verwenden.⸗
Das Spiel iſt mir in der


