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nung in der Hand, und verſteckte ſie geſchwind, als Du ſie ihm abforderteſt.«
Nach ungefähr zehn Minuten erſchien der Wirth wie⸗ der, hielt mir die auf einem Praſentirteller liegende Rechnung entgegen, machte eine Verbeugung und ent⸗ fernte ſich. Ich ſah ſie durch; ſie belief ſich auf hundert und vier Pfund; eine artige Summe für einen dreiwö⸗ chentlichen Aufenthalt. Timotheus zuckte die Achſeln, während ich die einzelnen Poſten durchlief.
»Ich wüßte nicht, daß wir Urſache hätten, uns zu beklagen, Tim,“« ſagte ich, als ich mit der Durchſicht fertig war.»So viel ſehe ich aber, daß es nicht län⸗ ger angeht, hier zu wohnen und den Major auf meine Rechnung offene Tafel halten zu laſſen. Laß uns ſehen, wie viel Geld wir noch übrig haben.«.
Tim holte das Käſtchen, das unſere Kaſſe enthielt, und wir fanden, daß ſich unſer ganzer Vorrath, nach Berichtigung der Trinkgelder und einiger kleinen Forde⸗ rungen, nur noch auf funfzig Schillinge belaufen würde.
»Barmherziger Himmel! wie nahe waren wir ſchon dem Bettelſtabe,« rief Timotheus aus.»Wenn wir dieſen neuen Zuſchuß nicht bekommen hätten, was hät⸗ ten wir anfangen ſollen?«
»Es ſtände allerdings ſchlimm um uns, Timothy. Das Geld iſt indeß am Ende gut angewendet. Ich habe jetzt freien Zutritt zu den höchſten Zirkeln, und kann Major Carbonnell entbehren; jedenfalls werde ich dieſes Hotel verlaſſen, meublirte Zimmer miethen und in einem Klubhauſe ſpeiſen. Ich weiß ſchon, wie ich mich von dem Major befreien will.«„
Ich legte das Geld auf den Präſentirteller und ließ Timothy nach dem Wirthe klingeln, als in demſelben


