Teil eines Werkes 
1. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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mir zu ſehen, öffnete ſich mein Herz den wärmſten Ge⸗ fühlen, und ich muß bekennen, daß meine Enttäuſchung, ſeitdem ich meinen wahren Neffen geſehen, ſchmerzlich und bitter geweſen iſt.«

»Ich danke Ihnen für Ihre gute Meinung, My⸗ lord; es ſei mir aber zu bemerken geſtattet, daß ich kein Betrüger bin. Sie werden Ihre tauſend Pfund in der Bank noch ſicher aufgehoben finden; denn ſelbſt die Noth würde mich nicht vermocht haben, ſie anzu⸗ rühren. Ihre Herrlichkeit ſcheint jetzt gelaſſener zu ſein, ich bitte deßhalb um gütiges Gehör. Erſt wenn Sie die Geſchichte meines Lebens bis zu dem gegen⸗ wärtigen Augenblicke, und die Gründe meines Beneh⸗ mens vernommen haben, werden Sie beurtheilen kön⸗ nen, inwiefern ich Tadel verdiene.«

Lord Windermear ſetzte ſich und winkte mir mit der Hand, daſſelbe zu thun. Ich erzählte ihm hierauf, was ſich bei meiner Ausſetzung vor dem Findelhauſe zugetragen, und gab ihm eine treue Darſtellung meiner nachherigen Abenteuer. Mein Entſchluß, meinen Va⸗ ter aufzuſuchen der Traum; durch welchen ich be⸗ wogen worden war, die Papiere abzuholen mit Ei⸗ nem Worte, ich berichtete Alles, was dem Leſer ſchon bekannt iſt. Dem Lord war offenbar die mich beherr⸗ ſchende Monomanie nicht verborgen geblieben; er hörte mir mit großer Aufmerkſamkeit zu.

DSie ſtehen allerdings nicht mehr ſo tief in meiner Meinung, Mr. Newland, als vor dieſer Aufklärung, begann er;» und ich muß auf die Gemüthsſtimmung, in der Sie ſich, in Beziehung auf einen gewiſſen Ge⸗ genſtand, befinden, billige Rückſicht nehmen. Erlauben Sie mir indeß eine Frage, die ich Sie mit Aufrichtig⸗ keit zu beantworten bitte. Welchen Preis ſetzen Sie