faßt, die Papiere nicht zu holen, als ich in einem Traume den Befehl dazu erhielt.«
»Erbärmliche Ausflucht!— und dann haben Sie ein fremdes Siegel erprochen.«
» Entſchuldigen Sie, Mylord; obwohl ich die Pa⸗ piere abholte, ſo vermochte ich es, ſelbſt bei der Vor⸗ ſtellung übernatürlichen Schutzes, nicht über mich, die Siegel zu erbrechen. Ihre Herrlichkeit wird ſich ent⸗ ſinnen, daß Sie ſelbſt es waren, und darauf beſtanden, daß ich die Papiere durchleſen ſollte.«
»Allerdings, Sir, unter Ihrem falſchen Namen.⸗
» Er iſt derſelbe Name, den ich jetzt führe, wiewohl er, ich bekenne es, falſch iſt; doch ohne meine Schuld — gegenwärtig habe ich keinen andern.⸗
»Es iſt wahr, Sir, daß die Geſetze, wegen des Allen, Sie nicht erreichen können. Doch beſinnen Sie ſich, daß die Annahme des Namens eines Dritten—«
»Die ich mir nie habe zu Schulden kommen laſſen, Mylord,« ſiel ich ihm in das Wort..
»Gut: ſo kann ich denn behaupten, daß Sie ſich unter falſchen Vorwänden dadurch Geld verſchafft ha⸗ ben, daß Sie mich glauben zu machen wußten, Sie wären mein Neffe, wodurch ich Sie in meiner Gewalt habe.«
»Ich habe Sie keineswegs um das Geld angeſprochen. Sie ſelbſt haben es bei dem Bankier für mich hinter⸗ legt. Und nun frage ich Sie, da Sie ſich ſelbſt ge⸗ täuſcht haben, ob ich den Geſetzen verfallen bin?«
»Ich geſtehe, Mr. Newland, daß mir, ſo ſehr ich auch das Vorgefallene bedaure, nichts beklagenswerther erſcheint, als daß ein ſo junger, einnehmender und, dem Anſcheine nach, ſo wahrheitsliebender Mann ſo erfahren im Betruge iſt. In dem Wahne, meinen Neffen vor


