genommen, wenn die Ariſtokratie den Gegenſtand der ſelben bildete. Ich behandelte ihn mit merklicher Ach⸗ tung, in der Abſicht, mit ihm bekannt zu werden, was
mir auch gelang.
Das Mahl war vortrefflich, und wir waren Alle, Mr. Eſtcourt ausgenommen, ſehr guter Dinge, und blieben ſo lange am Tiſche ſitzen, daß es zu ſpät wurde, in das Theater zu gehen. Harcourt und der Major
empfahlen ſich, nachdem wir verabredet hatten, am au:
dern Tage wieder zuſammen zu kommen.
Mr. Eſtcourt hatte ſich am Wein ein wenig zu gütlich gethan, und wurde, als ſie fort waren, zutrau⸗ licher. Ich trank ihm wacker zu, und wir blieben noch über eine Stunde bei Tiſch ſitzen. Er ſprach von nichts, als von ſeiner Familie und ſeinen Ausſichten. Ich be⸗ uutzte die Gelegenheit, zu erforſchen, welcher Art ſeine Geſinnungen ſein möchten, ſobald ihm das Geheimniß, in deſſen Beſitz ich war, bekannt werden würde. Ich führte einen ähnlichen Fall an, und fragte ihn, ob er, um die Ehre ſeiner Familie zu retten, unter ſolchen Umſtänden ſeinen rechtmäßigen Anſprüchen ehtſagen würde.
»Nein, niemals, bei Gott! erwiederte er.»Wie! Ich ſollte mich auch nur auf einen Tag meiner An⸗ ſprüche begeben— meiner Verwandten wegen meinen wahren Rang verhehlen? nimmermehr— nichts würde
mich dazu vermögen!« Ich war befriedigt, und warf die Frage hin, ob er
Lord Windermear von ſeiner Ankunft in Kenntniß ge⸗ ſetzt hätte.
»Noch nicht,« antwortete er.»Morgen werde ich an ihn ſchreiben.« Bald darauf ging er auf ſein Bim⸗ mer, und ich ſchellte nach Timothy.


