zwanzigſtes Kapitel.
Ich trete in Verbindung mit meinem Bankier, ziehe große Sum⸗ men auf die Leichtgläubigkeit, und lebe vortrefflich ohne Wechſel.
Ich ſetzte mich nieder und nahm die Papiere zur Hand. Alles, was ich las, zog mich ſogleich lebhaft an. Ein Geheimniß!— ja es war in der That ein Geheimniß, von welchem die Ehre und der Ruf der ausgezeichnetſten Familien abhing. Ein Geheimniß, das ein Mal enthüllt, vom böſen Leumund zur ſchmählichen Schande der Ariſtokratie auspoſaunt ſein würde. Es würde Vielen bittere Thränen abgepreßt, die kleinliche Bosheit Vieler befriedigt, und ſowohl Unſchuldige als Schuldige mit Schaamröthe bedeckt haben. Es würde unnütz ſein, noch mehr darüber zu ſagen, und nichts würde mich dazu vermögen.
Ich durchlas das letzte Dokument und überließ mich dem Nachdenken. Dies iſt in der That ein Geheimniß, dachte ich, und ich wollte, daß ich nie damit bekannt geworden wäre. Unter einer despotiſchen Regierung würde ich einer ſo gefährlichen Mitwiſſenſchaft mein Leben zum Opfer bringen müſſen— in dieſem Lande iſt aber, Gott ſei Dank, ſo wohl mein Leben als meine Freiheit geſichert.
Ich hatte aus den Papieren Alles erſehen, was mir nothwendig und dienlich war, um den von mir ange⸗ nommenen Charakter durchzuführen. Die Urſache, wes⸗


