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ſich an Tim wendete, und ſagte, er möge ihr etwas für ihres armen Großkindes ſchlimmen Hals geben.
„„Ich verordne die Arzneien nicht, gute Frau,⸗ erwiederte Timotheus;»„Ihr müßt Euch an den jun⸗ gen Herrn da, Mr. Newland, hinter dem Ladentiſche wenden— er verſteht ſich darauf, was einem jeden Patienten gut iſt.“
„»Gottes Segen über ſein huͤbſches Geſicht— und iſt noch ſo jung! Seid Ihr ein Doctor, Sir?⸗
„Das ſollte ich meinen,« erwiederte ich;„was wünſcht Ihr zu haben— etwas zum Waſchen oder eine Einreibung?«
„Darauf verſtehe ich mich nicht, ich weiß nur, daß
ich vom Doktor was Gutes haben will.⸗ „»Sehr wohl, meine gute Frau; ich weiß was gut
iſt,« erwiederte ich, eine wichtige Miene annehmend. Timorheus⸗ ſpüle dieſes Fläſchchen rein aus. ⸗ „»Ja, Sir,“« erwiederte Timotheus ſehr ehrerbietig. Ich nahm ein Medizinglas und goß ein wenig grün,
ein wenig blau, und ein wenig weiß aus den Arznei⸗
flaſchen hinein, nach welchen Mr. Brookes gewöhnlich zeigte, füllte darauf Waſſer hinzu, verkorkte meine Mir⸗ tur, band einen Zettel daran, auf welchen ich ſchrieb: haustus statim sumendus,“« und reichte ſie der al⸗ ten Frau. »Soll das arme Kind es einnehmen, oder iſt es zum Einreiben?« fragte die Alte. „» Die Anweiſung ſteht auf dem Zettel;— aber Ihr verſteht wohl kein Latein?« »Ach Herr Je, nein! Latein! und Ihr verſteht
„Ich würde kein guter Doktor ſein, wenn ich kein Latein verſtaͤnde,« erwiederte ich. Bei nochmaliger Japhet. I. 2
Latein? was Ihr für ein kluger junger Menſch ſeid!«
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