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Ueberlegung erachtete ich es für räthlicher und ſicherer, daß die Arznei äußerlich angewendet würde, und über⸗ ſetzte ihr daher den Zettel— Haustus, reibe es ein — statim, am Halſe— sumendus, mit der flachen Hand.« 3
„»Ach Herr Je! das bedeutet es Alles? Wie viel⸗
habe ich zu bezahlen, Sir?«
„ Einreibungen ſind ſehr theuer, meine gute Frau; es ſollten achtzehn Pence ſein; da Ihr jedoch eine arme Frau ſeid, ſo ſollt Ihr nur neun Pence be⸗ zahlen.« 3
»Ich danke Euch beſtens,« erwiederte die Alte, zählte das Geld auf, wünſchte mir einen guten Mor⸗ gen, und ging.
»Bravo!« rief Timotheus aus, ſich die Hände rei⸗ bend;»halb Part, Japhet, nicht wahr?«⸗
» Ja,« erwiederte ich;»aber wir müſſen ehrlich ſein, und dürfen Mr. Cophagus nicht betrügen. Solch ein Fläſchchen, wie Du weißt, koſtet einen Penny, und ich denke, das Zeug, das ich darin gethan, iſt kaum ei⸗ nen Penny werth. Wenn wir alſo für Mr. Cophagus zwei Pence von den neun zurücklegen, ſo betrügen wir ihn nicht; die anderen ſieben behalten wir natürlich für uns— als gebührendes ärztliches Honorar.⸗
»Aber was ſollen wir ſagen, woher wir die zwei Pence hätten?« entgegnete Timotheus.
»Daß wir zwei Fläſchchen verkauft hätten; Du weißt ja, ſie werden niemals nachgezählt.⸗
»Ja, das geht,« rief Timotheus aus;»und nun las uns theilen.“
Dieſes konnte jedoch erſt geſchehen, nachdem Timo⸗ theus in einem andern Laden den Sir⸗Pence gewechſelt hatte. Wir theilten darauf, und konnten zum erſten


