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Ich fand bald, daß wir nicht allein gut zu eſſen bekamen, ſondern auch in jeder andern Beziehung gut behandelt wurden, ſo daß es mir bei Mr. Cophagus ſehr wohl gefiel. Mr. Brookes unterwies mich in der Kunſt, die Arznei⸗Flaſchen mit Zetteln zu verſehen und zuzubinden, und nach ſehr kurzer Zeit war ich darin wohl erfahren; und die Anfangsgründe, wie es Timo⸗ theus vorausgeſagt hatte, wurden abermals ihm über⸗ tragen. Mr. Cophagus verſah mich mit guten Klei⸗ dungsſtücken, gab mir aber niemals Taſchengeld, und Timotheus und ich jammerten nicht ſelten, daß wir auch nicht über einen Pfennig gebieten könnten.
Ich war erſt einige Monate in der Lehre geweſen, als Mr. Brookes ſich bereits entfernen konnte, wenn er eine Anfforderung zu einem dringenden aͤrztlichen Beſuche erhielt. Ich bereitete die Pillen, er aber wog die Quantitäten nach den Recepten ab. Wenn daher Jemand Arznei verlangte, ſo ließ ich ihn warten, bis Mr. Brookes zurückkehrte, was immer ſehr bald der Fall war. Als er eines Tages ausgegangen war, und ich hinter dem Ladentiſche und Timotheus mit den Bei⸗ nen hin⸗ und herbaumelnd, oben darauf ſaß, und wir uns unſere Noth klagten, daß wir kein Taſchengeld haͤtten, ſagte Timotheus:
»Japhet, ich habe darüber hin und her geſonnen, wie wir uns ein wenig Geld verſchaffen könnten, und endlich ein Mittel ausfindig gemacht. Laß uns Doctores ſein; wir wollen nicht alle Leute fortſchicken, wenn Mr. Brookes ausgegangen iſt, ſondern ihnen ſelbſt Arznei verordnen.⸗ 3 3
Ich ſtimmte freudig zu, und Timotheus hatte kaum ausgeſprochen, als eine alte Frau in den Laden kam,
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