Teil eines Werkes 
1. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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Nein, er iſt ſehr gut; aber ich muß ſelbſt ſagen, zuweilen mache ich es ein wenig zu arg. Denn ich ſetze wohl meinen Korb hin und ſpiele, und dann kön⸗ nen die Patienten, wie Mr. Brookes ſagt, meinetwe⸗ gen aus Mangel an Arznei ſterben. Er hat ganz Recht, aber ich kann darum das Plock im Ringſpielen doch nicht laſſen. Aber Mr. Brookes giebt mir dann bloß eine Ohrfeige, und das acht' ich ſo gut wie gar nichts. Mr. Cophagus droht mit ſeinem Stocke, und ſagt:»»Böſer Junge dicker Stock hem nicht vergeſſen's nächſte Mal und ſo fort,«« ſagte Timotheus lachend;»und ſo geht es immer fort.«

Inzwiſchen hatten Mr. Cophagus und ſein Ge⸗ hülfe ihr Mahl beendet, und kamen in den Laden. Der Erſtere ſah mich an, hielt ſein Rohr an ſeine Naſe und ſagte:»Kinder ſtets hungrig hem eſſen gern gut Roaſtbeef Yorkſhire⸗Pudding und ſo fort,« und er wies mit dem Rohre nach dem Hinter⸗ zimmer. Timotheus und ich verſtanden ihn diesmal ſehr gut; wir gingen und die Haushälterin ſetzte ſich zu uns und legte uns vor. Sie war eine entſetzlich mürriſche kleine alte Frau, allein eben ſo wacker als mürriſch, worin alles Gute beſteht, das ich von ihr ſagen werde. Timotheus war ihr Liebling nicht, weil er eine ſo ſtarke Eßluſt beſaß; und es ſchien, daß ich in ihrer guten Meinung gleichfalls nicht ſehr hoch ſtei⸗ gen würde, denn auch ich tapfer, und ſank mit je⸗ dem Biſſen in ihrer Achtung, bis ich faſt auf Null her⸗ untergeſunken war, was bei Timotheus deſſelben Uebel⸗ ſtandes wegen längſt der Fall geweſen; allein Mr. Co⸗ phagus geſtattete nicht, daß ſie ihn hungern ließ, und ſagte:»Kinder eſſen müſſen ſonſt nicht wachſen und ſo fort.«