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von dem Hochbootsmann an ſeinen Vater, der auf dem alten Markte wohnt.“ 3
„Der alte Markt iſt längſt eingegangen und hat jetzt einer Kirche Platz gemacht.“
„Unmöglich!“ rief der Seemann.„Da iſt ein anderer von mir ſelbſt an meine Liebſte, Vrow Ketſer— mit Geld, um ihr eine neue Buſennadel zu kaufen.“ 8
Philipp ſchüttelte den Kopf.
„Ich erinnere mich, eine alte Frau dieſes Namens geſehen zu haben, die vor etwa dreißig Jahren begraben wurde.“
„Unmöglich! Ich verließ ſie jung und blühend. Hier iſt einer an das Haus Slutz und Compagnie, welchem das Schiff gehört.“
„Es gibt kein ſolches Haus mehr,“ erwiederte Philipp,„ob⸗ ſchon ich gehört habe, daß vor vielen Jahren eine Firma dieſes Namens beſtand.“
„Unmöglich! Ihr macht Euch luſtig über mich. Da iſt ein Brief von unſerem Kapitän an ſeinen Sohn——“
„Gebt ihn her,“ rief Philipp, den Brief ergreifend, und war eben im Begriff, das Siegel zu erbrechen, als ihm Schrif⸗ ten das Papier aus der Hand riß und es über das Leeſchand⸗ deck warf..
„Das iſt ein garſtiger Streich von einem alten Schiffskamera⸗ den,“ bemerkte der Seemann.
Schriften gab keine Antwort, ſondern ergriff auch die andern Briefe, welche Philipp auf die Gangſpille niedergelegt hatte, und warf ſie dem erſten nach..
Der fremde Seemann vergoß Thränen und begab ſich wieder nach der Seite des Schiffes.„Es iſt ſehr hart und unfreundlich,“ bemerkte er im Hinunterſteigen.„Denkt an mich, die Zeit wird kommen, in der auch Ihr wünſcht, daß Eure Familie Nachricht von Euch erhalten möchte.“


