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wünſchen unſere Weiber und Familien wieder zu ſehen, und es würde uns großen Troſt gewähren, wenn ſie nur von uns hören könnten.“
„Ich kann Eure Briefe nicht annehmen— die Heiligen mögen uns davor bewahren,“ verſetzte der Kapitän.
„Und wir ſind ſchon ſo lange auf dem Wege,“ ſagte der See⸗ mann, den Kopf ſchüttelnd.
„Wie lange ſchon?“ fragte der Kapitän, der nicht wußte, was er ſagen ſollte.
„Wir können's nicht ſagen; unſer Kalender iſt über Bord geblaſen worden; und wir haben unſere Giſſung verloren. Wir kennen unſere Breite nie genau, denn wir ſind nicht im Stande, die Abweichung der Sonne für den rechten Tag anzugeben.“
„Laßt mich Eure Briefe ſehen,“ ſagte Philipp, indem er vortrat und ſie dem Seemann aus der Hand nahm.
„Sie dürfen nicht berührt werden,“ kreiſchte Schriften.
„Hinweg, Ungeheuer!“ entgegnete Philipp.„Wer wagt es, mir in den Weg zu treten?“
„Dem Untergang— dem Untergang— dem Untergang ge⸗ weiht!“ rief Schriften, auf dem Decke hin⸗ und herrennend und dann in ein wildes Gelächter ausbrechend.
„Berührt die Briefe nicht,“ ſagte der Kapitän, der wie unter einem Fieberſchauer zitterte.
Philipp gab keine Antwort, ſondern ſtreckte die Hand nach den Briefen aus..
„Hier iſt einer von unſerem zweiten Maten an ſein Weib in Amſterdam, die auf dem Waſer⸗Kai lebt.“
„Der Waſer⸗Kai exiſtirt längſt nicht mehr, mein guter Freund; an ſeiner Stelle befindet ſich jetzt eine große Schiffsdocke,“ verſetzte Philipp.
„Unmöglich!“ entgegnete der Mann.„Da iſt ein anderer


