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der Flaſche zugethan. Am Morgen, wenn er nüchtern war, pflegte er zu beten; Nachmittags lebte er im Rauſche und fluchte auf die⸗ ſelben Heiligen, deren Schutz er einige Stunden zuvor angerufen hatte.—
„Möge der heilige Antonius uns bewahren und uns vor Ver⸗ ſuchung behüten,“ ſagte er eines Morgens nach einem Geſpräche mit den Paſſagieren über das Geſpenſterſchiff.„Mögen uns alle Heiligen vor Schaden bewahren,“ fuhr er fort, indem er ehrerbietig ſeinen Hut abnahm und ſich bekreuzte.„Wenn ich mir dieſe zwei gefährlichen Menſchen ohne Gefährde vom Halſe ſchaffen kann, ſo will ich, ſobald ich wohlbehalten vor dem Thurm von Belem Anker werfe, hundert ſechslöthige Wachskerzen auf dem Altar der heiligen Jungfrau opfern.“
Am Abende änderte er ſeine Sprache.
„Wenn der vermaledeite heilige Antonius uns nicht hilft, möge er ſelbſt das hölliſche Feuer verſpüren. Hole ihn der Teufel ſammt ſeinen Schweinen! Wenn er den Muth hat, ſeine Schuldigkeit zu thun, ſo wird Alles gut gehen; aber er iſt ein feiger Wicht, küm⸗ mert ſich um Niemand und läßt diejenigen im Stiche, welche ihn aus ihrer Noth anrufen. Carombo! Ich gebe nicht ſo viel für dich,“ rief der Kapitän, nach dem kleinen Altare des Heiligen über dem Kompaßhäuschen aufblickend und ſeine Finger nach dem Bilde ſchnippend;„ich gebe nicht ſo viel für dich, du unnützer Tropf, der uns nie in unſern Nöthen hilft. Der Pabſt muß einige beſſere Heilige für uns kanoniſiren, denn alle, die wir bis jetzt haben, ſind
abgenützt. Früher konnten ſie doch etwas, jetzt aber möchte ich keine
zwei Unzen Gold für den ganzen Kalender geben. Das für dich, du ſchläfriger alter Schurke,“ fuhr der Kapitän fort, die Fauſt nach dem armen St. Antonius ſchüttelnd.
Das Schiff hatte nun die Höhe des ſüdlichen Endes von Afrika erreicht, und war noch ungefähr hundert Meilen von der Lagullas⸗


