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über dem Pfahle zuſammen, an den ſie gefeſſelt war. Allmählig legten ſie ſich, und als die klimmende Aſche den Boden bedeckte, ſah man einige Knochenſtücke von einer Kette umſchlungen. Dies war Alles, was von der vormals ſo unvergleichlichen, hochherzigen Amine übrig blieb.
Einundvierzigſtes Kapitel.
Jahre ſind ſeit Aminens Leiden und ihrem grauſamen Tode entſchwunden, und noch einmal bringen wir Philipp Vanderdecken auf die Bühne. Wo war er während dieſer langen Zeit? In einem Irrenhauſe— das einemal tobſüchtig, an Ketten gelegt und mit Schlägen mißhandelt, ein andermal wieder mild und friedlich. Hin und wieder ſchien die Vernunft hervorzubrechen, wie die Sonne an einem wolkigen Tag, dann aber war wieder mit einemmale Alles verdunkelt. Viele Jahre bewachte ihn ſorgfältig ein Mann, welcher der Hoffnung lebte, die Geſundheit ſeines Geiſtes wieder⸗ kehren zu ſehen. Es war eine Wache voll von Kummer und Ge⸗ wiſſensbiſſen, und der Hüter ſtarb, ohne ſeine heißen Wünſche er⸗ füllt zu ſehen. Der Mann war Pater Matthias!
Das Häuschen zu Terneuſe war längſt in Trümmer verfallen, denn viele Jahre wartete es vergeblich auf die Rückkehr ſeiner Ei⸗ genthümer, und endlich ſetzten ſich die Erben in den Beſitz von Philipp Vanderdeckens Vermögen. Selbſt Aminens Schickſal war aus der Erinnerung der meiſten Leute verſchwunden, obſchon ihr Porträt über glühenden Kohlen und der Name ihres Verbrechens
unten angeſchrieben— nach der gewöhnlichen Sitte in der Kirche


