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jenigen, welche den Tod zu erleiden hatten. Die Träger der San⸗ benitos ſollten nur in der Prozeſſion mitziehen und eine leichte Be⸗ ſtrafung erhalten. Die in Samarias Gekleideten waren verurtheilt worden, hatten aber durch das Bekenntniß ihres Verbrechens das verzehrende Feuer abgewandt; die Flammen auf ihrem Anzug waren umgekehrt und zeigten damit an, daß ihre Träger nicht hinge⸗ richtet werden ſollten; aber die Unglücklichen wußten dieß nicht, und alle Schrecken eines grauſamen Todes vergegenwärtigten ſich ihren irren Sinnen!
Eine andere Halle, ähnlich der, nach welcher die Männer ge⸗ führt wurden, war mit weiblichen Verbrechern angefüllt.
Auch hier wurden die gleichen Ceremonieen beobachtet— die⸗ ſelbe Ungewißheit, Furcht und Todesangſt malte ſich auf jedem Ge⸗ ſichte. Es gab jedoch noch ein drittes Gemach, kleiner als die beiden übrigen, welches denjenigen vorbehalten blieb, die verurtheilt wor⸗ den waren und den Tod am Pfahle ſterben ſollten. In dieſen Raum wurde Amine geführt und fand daſelbſt ſteben Andere, wie ſie ge⸗ kleidete Gefangene, von denen nur zwei Europäer, die übrigen fünf Negerſklaven waren. Jeder hatte ſeinen Beichtvater bei ſich und lauſchte angelegentlich auf deſſen Ermahnung. Ein Mönch näherte ſich Aminen, aber ſie winkte ihn mit der Hand zurück; er ſah ſie an, ſpie auf den Boden und fluchte ihr. Jetzt kam der Haupt⸗ ſchließer mit den Anzügen für diejenigen, welche ſich in dem kleinen Gemache befanden; es waren Samarias, die ſich von den andern nur dadurch unterſchieden, daß die Flammen aufwärts gemalt waren. Dieſe Anzüge beſtanden aus grauem Stoff und waren weit wie ein Fuhrmannskittel; an dem untern Theile⸗ befand ſich vorn und hinten das Bild des Verurtheilten— das heißt, nur das Geſicht— auf einem brennenden Scheiterhaufen, in deſſen Flammen Teufel gemalt waren. Unter dem Portrait ſtand der Name des Verbrechens, für welches der Gefangene den Tod erleiden ſollte. Sie mußten zuckerhutförmige Mützen aufſetzen, auf denen


