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„Ich blieb eine Weile an ſeiner Seite, bis er ſich wieder erholte.
„Wo bin ich?“ rief er. ‚Was iſt geſchehen?— Ach!— ja, ja! ich entſinne mich jetzt. Himmel, vergib mir!“
„Er ſtand auf und wir gingen nach dem Grabe. Aber nun denkt Euch auf's Neue unſeren Schrecken und unſer Erſtaunen, als wir ſtatt der Leiche unſerer Stiefmutter, welche wir zu finden er⸗ warteten, über den Reſten meiner armen Schweſter eine große, weiße Wölfin liegen ſahen.
„„Der weiße Wolf!’ rief mein Vater; ‚„der weiße Wolf, der mich in den Wald lockte— ich ſehe jetzt Alles— ich habe mit den Geiſtern des Harzgebirges verkehrt.“
„ine Weile blieb mein Vater ſtumm und in tiefen Gedanken. Dann hob er die Leiche meiner Schweſter ſorgfältig auf, legte ſie wieder in das Grab und bedeckte ſie, wie zuvor. Nun aber begann er wie ein Wahnſinniger zu raſen und zertrat den Kopf des todten Thieres mit der Ferſe ſeines Stiefels. Er ging nach der Hütte zu⸗ rück, ſchloß die Thüre und warf ſich auf das Bett. Ich that das Gleiche, denn ich war vor Schrecken ganz betäubt.
„Am andern Morgen wurden wir in aller Frühe durch ein lautes Klopfen an der Thüre geweckt, und der Jäger Wilfried ſtürzte herein.
„Meine Tochter— Menſch— meine Tochter!— Wo iſt meine Tochter!“ rief er wüthend.
„„SHoffentlich, wo die Elende— wo der Teufel ſein muß!« verſetzte mein Vater auffahrend und dem Jäger in gleichem Grimme entgegentretend. ‚Wo ſie ſein muß— in der Hölle!— Verlaß dieſe Hütte oder es ſoll dir noch ſchlechter gehen.“
„„Ha— ha!“ entgegnete der Andere; ‚glaubſt du, du könnteſt einem mächtigen Geiſte des Harzgebirges etwas anhaben? Armer Sterblicher, der du eine Währwölfin heirathen mußteſt.“ „„Fort mit dir, Dämon ich trotze dir und deiner Macht!⸗


