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Nacht unruhig da lag, als hätte ich Jemand die Thürklinke öffnen hören,“ bemerkte unſere Stiefmutter.„‚Und mein Gott, Mann, was iſt aus deinem Gewehre geworden?“ 5
„Mein Vater warf ſeine Blicke über den Kamin und entdeckte, daß ſein Gewehr fehlte. Für einen Augenblick war er verwirrt; dann ergriff er ein Beil und verließ, ohne ein Wort zu verlauten, die Hütte.
„Er blieb nicht lange aus, ſondern kehrte ſchon nach einigen Minuten zurück, die verſtümmelte Leiche meines Bruders in ſeinen Armen tragend; er legte ihn nieder und bedeckte ſein Geſicht.
„Die Stiefmutter ſtand auf und betrachtete die Leiche, während Marcella und ich uns ſchluchzend und weheklagend an der Seite des Todten niederwarfen.
„SGeht wieder zu Bette, Kinder,“ ſagte ſie mit Schärfe. ‚Mann,“ fuhr ſie fort, ‚der Knabe muß dein Gewehr heruntergenommen haben, um einen Wolf zu ſchießen, und das Thier war ihm zu mäch⸗ tig. Der arme Junge, er hat ſeine Uebereilung theuer bezahlen müſſen.“
„Mein Vater gab keine Antwort. Ich wollte ſprechen— wollte ihm Alles ſagen— aber Marcella, welche meine Abſicht be⸗ merkte, hielt mich am Arme und ſah mich ſo flehentlich an, daß ich es unterließ.
„Mein Vater blieb daher im Irrthum, aber Marcella und ich, wir beide trugen— obſchon wir nicht begreifen konnten, wie es zuging— die Ueberzeugung in uns, daß die Stiefmutter in irgend einer Weiſe bei dem Tode meines Bruders betheiligt war.
„Am nämlichen Tage ging der Vater aus, um ein Grab zu graben. Nachdem er die Leiche in die Erde gelegt hatte, häufte er Steine darüber, um es den Wölfen unmöglich zu machen, ſie wieder auszuſcharren. Die Erſchütterung dieſes Unglücks wirkte ſchwer auf meinen armen Vater; er ging mehrere Tage nicht auf die Jagd,
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