Teil eines Werkes 
10. Band (1857) Der fliegende Holländer / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
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terredung ſtatt, welche, ſoweit ich mich erinnern kann, folgender⸗ maßen lautete:.

„Ihr ſollt mein Kind haben, Herr Krantz und meinen Segen dazu. Ich verlaſſe Euch dann und ſuche eine andere Wohnung— gleichviel, wo es auch iſt.—

„ Aber warum nicht hier bleiben, Wilfried?“

„„Nein, nein, ich bin anderswohin berufen; begnügt Euch damit und ſtellt keine weitern Fragen an mich. Ihr habt mein Kind.“

„„ch danke Euch und werde ſie gebührend in Ehren halten; aber es iſt noch eine Schwierigkeit vorhanden.“

„Ich weiß, was Ihr ſagen wollt— man hat hier in dieſer wilden Gegend keinen Prieſter. Ebenſowenig gibt es ein anderes bindendes Geſetz, und doch muß eine Ceremonie unter Euch ſtatt⸗ finden, um den Vater zufrieden zu ſtellen. Wollt Ihr einwilligen, ſie nach meiner Weiſe zu heirathen? In dieſem Falle will ich Euch unverweilt zuſammengeben.“

„„Ja,“ lautete die Antwort meines Vaters.

„„So nehmt ſie bei der Hand. Wohlan, Herr Krantz, ſchwört mir nach.“

„ Ich ſchwöre,“ entgegnete mein Vater.

„Bei allen Geiſtern des Harzgebirges.“—

„Ei, warum nicht beim Himmel?“ unterbrach ihn mein Vater.

„„Weil es mir ſo gefällt,“ verſetzte Wilfried.„Wenn ich dieſen Eid, der vielleicht weniger bindend iſt, als ein anderer, vorziehe, ſo werdet Ihr doch zuverläſſig nichts dagegen einzuwenden haben 2

„Nun, ſo ſei es denn, weil es Euch ſo gefällt. Aber warum wollt Ihr mich bei Etwas ſchwören laſſen, an was ich nicht glaube?“

„„Das thun noch Viele, die dem Aeußeren nach Chriſten ſind,“ entgegnete Wilfried. ‚Sagt, ob ich Euch meine Tochter geben, oder ob ich ſie mit mir fortnehmen ſoll?“

„„Fahrt fort,“ erwiederte mein Vater ungeduldig.