ſeinen Waffen Gebrauch zu machen, bis die Feindſeligkeiten wirklich begannen. Jetzt aber legte er eine Büchſe gegen den Kopf des am nächſten bei der Thüre ſtehenden Räubers an, welcher eben eifrig die Wirkung ſeines Schuſſes und die Natur der weiteren Hinderniſſe unterſuchte. Das Ziel war gut genommen und der Mann ſiel todt zuſammen, während die Andern von dieſer unerwarteten Vergeltung überraſcht, zurückfuhrhen. Dann aber wurde auf Philipp, der noch immer unter dem Fenſter lehnte, eine Piſtole abgefeuert, ohne jedoch zu treffen, und im nächſten Augenblicke fühlte ſich unſer Held zurück und aus dem Bereich der feindlichen Kugeln gezogen, eine Auf⸗ merkſamkeit, die ihm von Amine erwieſen wurde, welche, ohne daß er darum wußte, an ſeine Seite getreten war.
„Ihr dürft Euch nicht in dieſer Weiſe ausſetzen, Philipp, ſagte ſie in gedämpftem Tone.
„Sie hat mich Philipp genannt,“ dachte er, ohne jedoch eine Antwort zu geben.
„Sie werden Euch jetzt wieder am Fenſter erwarten,“ fuhr Amine fort.„Nehmt die andere Büchſe und geht in die Hausflur hinunter. Wenn das Schloß der Thüre abgeflogen iſt, ſo langen ſie vielleicht mit ihren Armen herein, um den Riegel zurückzuſchieben. Ich glaube zwar nicht, daß es ihnen gelingen wird, kann's aber doch nicht mit Sicherheit behaupten. Jedenfalls iſt es beſſer, wenn Ihr unten ſeid, weil man Euch dort am wenigſten erwartet.“
„Ihr habt Recht,“ verſetzte Philipp, indem er hinunterging.
„Ihr müßt übrigens nicht mehr, als einmal Feuer geben. Wenn noch einer fällt, haben wir's nur noch mit Zweien zu thun, welche nicht zugleich auf das Fenſter Acht geben und ſich Eingang verſchaf⸗ fen können. Geht, ich will inzwiſchen die Büchſen wieder laden.“
Phitipp ſchlich leiſe und ohne Licht hinunter. An der Thüre bemerkte er, daß einer der Elenden durch die Schloßöffnung ſeinen Arm hereinſtreckte und bemüht war, den obern eiſernen Riegel zurück⸗ zuſchieben, welchen er eben erreichen konnte. Philipp legte an und
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