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das Fenſter und ſah hinaus, ohne daß ſich etwas blicken ließ; dann horchte er, aber Alles war ſtumm. Der Mond erhob ſich eben mit — gedämpftem Lichte über einen fernen Berg, während flockige Wolken den Horizont überzogen. Philipp ſpähete einige Minuten und ver⸗ nahm endlich unten ein Geflüſter. Er blickte hinaus und konnte jetzt im Dunkeln die vier Räuber unterſcheiden, die dicht an der Thüre des Hauſes ſtanden. Leiſe von dem Fenſter wegtretend, be⸗ gab er ſich in das Nebengemach zu Amine, die er mit Zurichtung der Munition beſchäftigt fand.
„Amine, ſie berathen ſich unten an der Thüre. Ihr könnt ſie jetzt ohne Gefahr ſehen und Euch überzeugen, daß ich Euch die
Wahrheit geſagt habe.“ Amine erwiederte nichts, ſondern ging in das Vorderzimmer und ſah zum Fenſter hinaus. Dann kehrte ſie zurück, legte ihre Hand auf Philipp's Arm und ſagte: „Vergebt mir meine Zweifel. Ich fürchte jetzt nur noch, mein 1
Vater möchte zu bald zurückkehren und von den Räubern ergriffen werden.“
„Philipp verließ das Zimmer abermals, um ſich auf Kundſchaft zu legen. Es gewann den Anſchein, als könnten die Räuber zu kei⸗ nem Entſchluſſe kommen— die Stärke der Thüre bot allen ihren Bemühungen Trotz, weßhalb ſie jetzt eine Liſt verſuchten. Sie klopf⸗ † ten und als keine Antwort erfolgte, ſetzten ſie den Lärn n noch lauter fort. Da auch dies zu keinem Reſultate führte, hielten ſie abermals eine Berathung, worauf ſie die Müͤndung chſe an das Schlüſ⸗ ſelloch legten und das Gewehr abfeuerten. Das Schloß der Thüre wich, aber die eiſernen Riegel, die an der Inne angebracht waren, leiſteten noch immer Wider
Obgleich Philipp berechtigt geweſen wäre, ſchon während d der erſten Conſultation an der Thüre auf die Räuber Feuer zu geber vermeidet es doch ein edler Sinn ſtets, ein Menſchenleben anders, im äußerſten Nothfalle zu zerſtören; dieſes Geich ehrte ihm, 1
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