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Wie gewöhnlich war Alles ſtumm und die Thüre verſchloſſen. Philipp klopfte, erhielt aber keine Antwort. Nach mehrmaligem vergeblichem Pochen wurde er ungeduldig. Mynheer Poots mußte zu einem Kranken gerufen worden ſein und war nicht zu Hauſe. Philipp rief daher ſo laut, daß er im Innern gehört werden konnte:
„Jungfrau, wenn Euer Vater ausgegangen iſt, wie ich ver⸗ muthe, ſo hört, was ich Euch zu ſagen habe. Ich bin Philipp Vanderdecken und habe eben erſt vier Schurken belauſcht, welche einen Anſchlag ſchmiedeten, Euren Vater zu ermorden und ihn ſei⸗ nes Goldes zu berauben. In weniger als einer Stunde werden ſie hier ſein, und ich eilte zu Euch, um Euch zu warnen und zu be⸗ ſchützen, wenn es in meiner Kraft liegt. Ich ſchwöre bei der Re⸗ liquie, die Ihr mir dieſen Morgen ausgeliefert habt, daß meine Angabe wahr iſt.“
Philipp harrte eine Weile, ohne daß eine Erwiederung erfolgte.
„Jungfrau,“ nahm er wieder auf,„antwortet mir, wenn Ihr das werthſchätzt, was Euch noch theurer ſein muß, als ſogar Eurem Vater das Geld iſt. Oeffnet das Fenſter und hört, was ich zu ſagen habe. Ihr lauft keine Gefahr dabei, und ſelbſt wenn es nicht dunkel wäre, ſo habe ich Euch ja bereits geſehen.“
Kurze Zeit nach dieſer zweiten Anrede wurde das obere Fenſter geöffnet, und Philipp konnte die leichte Geſtalt von Mynheer Poots' ſchöner Tochter durch die Dunkelheit unterſcheiden.
„Was willſt Du, junger Mann, zu dieſer ungebührlichen Stunde, und was haſt du mir mitzutheilen? Ich verſtand dich nur unvollkommen, als du an der Thüre ſprachſt.“
Philipp theilte nun umſtändlich mit, was er gehört hatte, 1 ſchloß mit der Bitte, ihn einzulaſſen, damit er ſie vertheidigen könne.. 3 eeberlegt wohl, Jungfrau, was ich Euch geſagt habe. Ihr ſeid an einen dieſer Böſewichte verkauft, deſſen Name, wie ich Marryat. Der fliegende Holländer. 4
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