Teil eines Werkes 
10. Band (1857) Der fliegende Holländer / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
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„Mein Vorſchlag iſt der beſte,“ ſagte der Eine.„Er hat Niemand bei ſich, als ſeine Tochter.“

„Die iſt mir lieber, als ſein Geld, ¹ verſetzte der Andere; „alſo wohl gemerkt, ehe wir gehen, muß es vollkommen ausge⸗ macht ſein, daß ſie mir zufallen ſoll.“

„Ja, wenn du ſie kaufen willſt, ſo haben wir nichts dagegen,“ entgegnete ein Dritter.

„Es gilt! wie viel könnt ihr auch mit gutem Gewiſſen für ein quiekſendes Mädel verlangen?“

„Ich dächte fünfhundert Gülden,“ erwiederte der Andere.

„Gut; ſei's drum— aber nur unter der Bedingung, daß ſie, im Falle mein Antheil an der Beute ſich nicht ſo hoch beläuft, dennoch mir gehört und ich ſie für meinen Part behalten darf, wie viel er auch immer ausmachen mag.“

„Das iſt nicht mehr wie billig,“ ſagte der Andere.

„Aber ich müßte mich ſehr täuſchen, wenn wir aus den Truhen des Alten nicht mehr als zweitauſend Gülden fegten.“

„Was meint ihr beiden Anderen— bleibt es dabei, daß Baetens das Mädel haben ſoll?“

„Ja,“ verſetzten die Andern.

„Wohlan denn,“ erwiederte derjenige, welcher ſich Mynheer Poots Tochter ausbedungen hatte,„jetzt bin ich mit euch— Herz und Seele. Ich liebte das Mädchen und verſuchte, ſie für mich zu gewinnen— ja, ich machte ihr ſogar einen Heirathsantrag, aber der alte Filz hat mich zurückgewieſen,— mich einen Fähnd⸗ rich und Offtzier; aber jetzt will ich Rache haben. Wir ſchonen ihn nicht.“

„Nein, nein,“ entgegneten die Andern.

„Wollen wir gleich jetzt aufbrechen, oder noch eine Weile war⸗ ten, bis es ſpäter iſt? Ungefähr in einer Stunde geht der Mond auf und wir können geſehen werden.“

„Wer ſollte uns auch ſehen, wenn es nicht etwa Jemand i8.