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„Dann galt die Botſchaft mir, und Niemand anders, als mir. Ich nehme dieß als ein Zeichen an.“
„Höre mich, theurer Vater— wenn es dir geſtattet iſt— und du, barmherziger Himmel, vernimm gnädig mein Gelübde— höre den Sohn auf die heilige Reliquie ſchwören, daß er das Ur⸗ theil abwenden will, und wenn er darüber in den Tod gehen müßte. Dieſer heiligen Pflicht will er ſeine Tag weihen, und wenn er ſie erfüllt hat, voll Hoffnung und im Frieden hinfahren. Oh Himmel, der du den übereilten Eid meines Vaters aufgezeichnet haſt, thue nun ein Gleiches mit dem Angelöbniß, das der Sohn auf daſſelbe geheiligte Kreuz leiſtet, und möge mein Meineid mit einer grau⸗ ſameren Strafe heimgeſucht werden, als die ſeinige iſt! Höre
meinen Schwur, o Himmel, der du in deinem Erbarmen zuletzt noch den Vater und den Sohn aufnehmen wirſt— und wenn ich zu kühn bin, oh ſo vergib meiner Anmaßung!“
Philipp warf ſich auf ſein Antlitz nieder und berührte mit ſeinen Lippen das geheiligte Symbol. Die Sonne ging unter, und auch die Dämmerung wich der Nacht, die Alles in ihr Leichentuch hüllte; aber immer noch verharrte Philipp abwechſelnd in Ge⸗ beten und Betrachtungen!
Da wurde er plötzlich durch die Stimmen einiger Menſchen aufgeſchreckt, welche ſich einige Schritte von ſeinem Verſtecke auf den Raſen niederließen. Er achtete wenig auf ihr Geſpräch; aber dennoch hatte es ihn geſtört, und ſein erſter Gedanke war, nach der Hütte zurückzukehren, um ſeine Plane weiter zu überlegen. Die Männer ſprachen in gedämpftem Tone, feſſelten übrigens den⸗ noch bald ſeine Aufmerkſamkeit durch den Gegenſtand ihrer Unter⸗ haltung, denn ſie berührten Mynheer Poots Namen. Er lauſchte angelegentlich und entdeckte, daß die Sprecher vier entlaſſene Soldaten waren, welche noch in der nämlichen Nacht das Haus des kleinen Doctors anzugreifen gedachten, da ſie wußten, es dürfte viel Geld bei ihm zu erholen ſein.


