Teil eines Werkes 
10. Band (1857) Der fliegende Holländer / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
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gut genug, um zu wiſſen, daß ich mein Wort halte. Erlaubt mir, das Unrecht, das ich verübt habe, wieder gut zu machen, und dann will ich mich entfernen. 8

Nein, nein; traue ihm nicht, ſagte Mynheer Poots aus dem Inneren des Gemachs.

Ja, ich will ihm trauen, verſetzte die Tochter.Seine Dienſte ſind ſehr von Nöthen, denn was könnte ein armes, ſchwaches Mäd⸗ chen, wie ich, und ein noch ſchwächerer Vater, in einer ſo beängſti⸗ genden Lage ausrichten? Oeffnet die Thüre, damit wir das Haus in Sicherheit bringen können.

Die Jungfrau redete ſodann Philipp an:Er wird die Thüre öffnen. Ich danke Euch für den zugeſagten freundlichen Dienſt und baue unbedingt auf Euer Verſprechen.

Niemand kann mir nachſagen, daß ich je mein Wort gebrochen hätte, erwiederte Philipp;aber er muß ſich beeilen, denn die Flammen brechen bereits wieder los.

Mynherr Poots öffnete nun die Thüre mit zitternden Händen und flüchtete ſich haſtig wieder die Treppen hinauf. Die Wahrheit deſſen, was Philipp geſagt hatte, war augenſcheinlich. Es bedurfte vieler Eimer Waſſer, bis das Feuer ganz gedämpft war; aber wäh⸗ rend des Löſchgeſchäftes ließen ſich weder Tochter noch Vater blicken.

Sobald alle Gefahr beſeitigt war, ſchloß Philipp die Thüre und blickte wieder nach dem Fenſter hinauf. Das ſchöne Mädchen trat vor, und Philipp verſicherte ihr mit einer tiefen Verbeugung, daß jetzt nichts mehr zu fürchten ſei.

Ich danke Euch, verſetzte ſieich danke Euch recht ſehr. Ihr habt Euch anfangs zwar übereilt, aber doch zuletzt noch mit großer Umſicht benommen..

Bemerkt Eurem Vater, Jungfrau, daß ich keinen Groll mehr gegen ihn hege und daß ich nach einigen Tagen kommen werde, um ſeine Forderung zu befriedigen. Maxryatt. Der fliegende Holländer. 3