Teil eines Werkes 
10. Band (1857) Der fliegende Holländer / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
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ich habe verloren= 1 Antworte mir nicht, ſondern höre; ich bin nicht todt, aber auch nicht am Leben. Ich ſchwebe zwiſchen dieſer Welt und der Welt der Geiſter. Merke auf, was ich dir ſage.

liche Gottesläſterungen aus. Dennoch blieb ich bewahrt; die Schiffs⸗ mannſchaft, von den langen Anſtrengungen erſchöpft, verlangte, daß ich nach der Tafelbay zurückkehre, aber ich weigerte mich; ja, ich wurde ſogar ein Mörder, unabſichtlich zwar, aber doch ein Mörder. Der Pilot ſtand gegen mich auf und überredete die Leute, mich zu binden. Im Uebermaße meiner Wuth faßte ich ihn am Kragen und ſchlug ihn. Er taumelte und bei einem plötz⸗ lichen Schwanken des Schiffs fiel er über Bord, um nicht wieder zum Vorſchein zu kommen. Selbſt dieſer ſchreckliche Tod zügelte mich nicht, und ich ſchwor bei der Reliquie des heiligen Kreuzes, die jetzt um deinen Hals hängt, daß ich vorwärts dringen wolle trotz Ungewittern und wilder See, trotz Blitz und Donner, trotz Himmel oder Hölle, und wenn ich bis zum Tage des Gerichts mich 0 abmühen müßte.

Mein Fluch wurde unter Donnerſchlägen und in Strömen ſchwefeligen Feuers aufgezeichnet. Der Orkan tobte auf das Schiff los und die Segel flogen in Fetzen davon. Berge von Wogen fegten über uns hin, und in der Mitte einer tief niederhängenden Wolke, welche Alles in äußerſte Finſterniß hüllte, ſtanden mit blauen Flammen die Worte geſchrieben bis zum Tage des Gerichts.

Höre mich nun, Catharine, denn meine Zeit iſt kurz. Nur Eine Hoffnung bleibt mir noch, und um dieſer willen iſt es mir ge⸗ ſtattet, hieher zu kommen. Nimm dieſen Brief. Er legte ein ver⸗