Teil eines Werkes 
10. Band (1857) Der fliegende Holländer / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Wer Euch bezahlen wird? Nun, mein Onkel, ſobald er nach Hauſe kömmt.

Euer Onkel, der Schiffer Van Brennen? Nein, der ſchuldet mir ſelbſt ſchon ſeit langer Zeit vier Gülden. Außerdem kann ſein Schiff ſinken.

Er wird Euch Eure vier Gülden und auch dieſen Beſuch be⸗ zahlen, verſetzte Philipp in Wuth.Kommt augenblicklich während Ihr hier disputirt, iſt meine Mutter vielleicht todt.

Nein, Herr Philipp, ich erinnere mich jetzt, daß es nicht angeht. Ich habe das Kind des Bürgermeiſters von terneuſe zu beſuchen, verſetzte Mynheer Poots.

Laßt Euch was ſagen, Mynheer Poots, 4 rief Philipp mit zornglühendem Geſichte;Ihr habt die Wahl wollt Ihr gutwillig

mit mir gehen, oder muß ich Euch hinbringen? Ich laſſe nicht mit mir ſpielen.

Mynheer Poots gerieth jetzt in beträchtliche Unruhe, denn Phi⸗ lipp Vanderdeckens Charakter war bekannt.

Ich will gelegentlich kommen, Mynheer Philipp, wenn ich kann.

Ihr geht jetzt, Ihr verwünſchter alter Geizhals! rief Phi⸗ lipp, indem er den kleinen Mann am Kragen packte und zur Thüre hinauszerrte.

Mordio! Mordio! rief Poots, der den Gebrauch ſeiner Beine ganz erluen jatte während ihn der ungeſtüme junge Mann weiter ſchleppte..

Philipp machte Halt, denn er bemerkte, daß Poots ganz ſchwarz im Geſichte war.

Muß ich Euch erdroſſeln, oder wollt Ihr ruhig mitgehen? Denn mit müßt Ihr hört Ihr? lebendig oder todt!

Wohlan denn, verſetzte Poots, ſich ſammelnd,ich will gehen; aber Ihr ſollt mir heute Nacht noch in's Gefängniß wandern. Und was Eure Mutter betrifft ich will nicht nein, ich will nicht verlaßt Euch darauf, Mynheer Philipp.