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ſteinert zu ſein, denn ſie war ſo regungslos wie eine Statue; all⸗ mählig aber trennten ſich ihre Lippen und ihre Augen funkelten. Sie ſchien das Vermögen, zu antworten, verloren zu haben, und drückte ihre Hände in die rechte Seite, als wolle ſie ſich Erleich⸗ terung gegen eine quälende Folter verſchaffen, bis ſie endlich, mit dem Kopfe voran niederſank. Aus ihrem Munde ſtrömte Blut.
Philipp ſprang von dem Tiſche auf, um ihr Beiſtand zu leiſten, und legte ſich noch zu gelegener Zeit in's Mittel, daß ſie nicht zu Boden ſtürzte. Er brachte ſie auf das Kanapee und ſah mit ſtummer Angſt dem fortwährenden Bluterguſſe z.
„Oh! Mutter— Mutter, was iſt das?“ rief er endlich ver⸗ zweifelt.
Eine Zeitlang vermochte die Frau nicht zu antworten. Sie legte ſich mehr auf die Seite, um durch die Entleerung des ge⸗ borſtenen Blutgefäſſes nicht erſtickt zu werden, und die ſchneeigen Planken des Bodens waren bald purpurroth gefleckt.—
„So redet doch, theuerſte Mutter, wenn Ihr könnt,“ verſetzte Philipp in Todesangſt;„was ſoll ich thun? Was kann ich Euch geben? Allmächtiger Gott! was iſt das?“
„Der Tod, mein Kind, der Tod!“ verſetzte endlich die arme Frau, und verſank dann in einen Zuſtand von Beſinnungsloſigkeit.
Philipp eilte in ſeinem Schrecken aus der Hütte und rief die Nachbarinnen zum Beiſtande ſeiner Mutter herbei. Einige kamen herzu, und ſobald ſie Philipp um ſeine Mutter beſchäftigt ſah, jagte er aus Leibeskräften nach dem Hauſe eines Arztes, der eine Meile entfernt wohnte— eines Mynheer Poots, der eben ſo gut wegen ſeiner Geſchicklichkeit, als wegen ſeines erbärmlichen Geizes bekannt war. Philipp fand Poots zu Hauſe, und bat ihn, augen⸗ blicklich mitzukommen.
„Ich will kommen— ja, ganz gewiß,“ verſetzte Poots, der das Holländiſche nur unvollkommen ſprach; aber, Mynheer Banderdeüon,
wer wird mich bezahlen?“


