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Iu den alten finniſchen Litaneyen findel man ein ei⸗ genes Gebeth gegen dieſe verderblichen Wuͤrmer.
Die groſſe Feuchtigkeit der Luft maacht es noth⸗ wendig, das Getreide in eigenen Backoͤfen zu trock⸗ nen, welche denen aͤhnlich ſind, die man zu die em Behufe in Nußland anwendet. Durch dieſe Opera⸗ tion macht man in Finnland das Getreide bis ins fünfzehnte, ja bis ins achtzehnte Jahr haltbar.
Die Feuchtigkeit des Bodens macht die Metho⸗ de, welche die Finnen anwenden, um den Boden urbar zu machen, entſchuldigungswerth und viel⸗ leicht ſogar nothwendig, obſchon ſie den Waͤldern aͤuſſerſt ſchaͤdlich iſt. Seit undenklichen Zeiten ſind ſie naͤhmlich gewohnt, die Waͤlder niederzubrennen, und in die Aſche derſelben zu ſaͤen. Es giebt drey Gattungen des auf dieſe Art urbar gemachten Lan⸗ des; die erſte heißt Houkta oder Halme, wenn groſſe Waͤlder umgehauen werden, die man erſt zwey Jahre nach ihrer Fällung verbrennt, und dann Korn auf den Platz ſaͤet; mird junges Holz gefaͤllt, das ſchon nach einem Jahre verbrennt werden kann, ſo heißt ein ſolcher Platz Kaska, der gewoͤhnlich zuerſt auf Rüben und Buchweitzen benuͤtzt wird; Plaͤtze, auf denen das Geſtraͤuche ſogleich niederge⸗ brannt wird, heiſſen Kieskamaa, und werden mit Korn und Buchweitzen, auch wohl mit Flachs beſaͤet. Noch am naͤhmlichen Abend, an welchem das Feuer verliſcht, beſaͤet man dieſe Plaͤtze. Der auf dieſe Art bearbeitete Boden lohnt die Muͤhe des Anbaues ſehr reichlich. Der Ertrag iſt gewoͤhnlich


