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Das Klima Finnlands iſt ſelbſt der Obſtbaum⸗ zucht nicht ganz zuwider. Kirſchen und Aepfel rei⸗ fen zu Waſa und Jakobſtadt in Oſterbotten. Die wilden Aepfelbaͤume wachſen ſogar noch auf den Bergen, welche Tawaſtland von Oſterbotten ſchei⸗ den. Der finniſche Flachs iſt weder ſehr lang, noch rein, aber eben ſo ſtark als der ruſſiſche. Die Bie⸗ nenzucht war in dieſer Provinz vormahls ausgebrei⸗ teter als jetzt.
Drittes Hauprſtück.
Landwirthſchaft.— Hinderniſſe der Kultur.
Daets Land, deſſen Fruchtbarkeit weit groͤſſer iſt, als man nach ſeiner geographiſchen Lage vermuthen ſollte, kann einſt zwey Millionen Menſchen leicht er⸗ naͤhren; aber ehe dieß geſchieht, muͤſſen noch man⸗ che Hinderniſſe aus dem Wege geraͤumt werden. Die Natur des Bodens und des Klima's hat vorzuͤglich zwey dem Feldbau beſonders nachtheilige Wirkungen, die nie ganz vermieden werden koͤnnen. Die ſchnellen Froͤſte zerſtoͤren oft die aufkeimenden Saaten, und eine gewiſſe Wurmgattung, von den Landeseinwohnern Turila genannt, verzehrt die Erndten oft in dem Augenblicke, wo der Ackersniann die Belohnung ſeiner aufgewendeten Muhe hofft.


