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Dem Plaus dieſes Negenten gegen die hierar⸗ chiſche Macht getreu, regierte ſein Nachfolger Che⸗ phren, der eine zweyte Pyramide erbauen ließ. Da beyde Koͤnige zum groſſen Verdruß der Goͤ⸗ tzendiener zuſammen genommen 106 Jahre herrſch⸗ ten, dennoch aber nicht mehr als zwey Pyrami⸗ den bauten, ſo kann man ſich, wie ſchon oben er⸗ innert wurde, nicht wohl uͤberreden, daß ſie da⸗ durch ihre Unterthanen erſchoͤpft haben, im Ge⸗ gentheil moͤgen ſie an Opfern Vieles erſpart ha⸗ ben, und da der damahlige Pyramidendienſt nicht viele Prieſter erforderte, ſo moͤgen die oͤffentlichen Ausgaben waͤhrend der Regierung dieſer beyden Koͤnige ſich ſogar betraͤchtlich vermindert haben. Allein ſo wie die Kraft des menſchlichen Gei⸗ ſtes unter der Laſt der Jahre erliegt, ſo wie die
wegs erlaube, es fuͤr einen Sarkophag zu halten, zudem ſey weder hier noch in der einen, beſuch⸗ ten, Pyramide von Sakharah eine Spur von zerbrochenen Deckelſtuͤcken zu finden, welche doch bey einem Sarkophag vorfindig ſeyn muüͤßten. Uebrigens hat ſchon Herodot erinnert, daß die unteriediſchen Gemaͤcher, der fuͤr den Koͤ⸗ nig beſtimmte Begraͤbnißplatz ſeyen. Man haͤtte daher ſchon vorlaͤngſt in Bezug auf dieß Gemach das Fehlerhafte der Benennung: Zimmer des Koͤnigs, fuhlen ſollen, und koͤnnte es von nun an richtiger mit dem Nahmen: Zimmer der Myſterien belegen.
4— Der Verfaſſer.


