Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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ihre Herzen dem Throne entfremdete 0). Das Macht⸗ wort des Koͤnigs verkuͤndete eine neue Religion, es zertrummerte die Opferaltaͤre, auf welche die Nation ihre Habe hingelegt hatte, und hieß die Pforten aller Tempel ſich verſchlieſſen: die erſte Pyramide ſtieg empor..

In jenem groſſen Zimmer, das jetzt unter dem Nahmen Zimmer des Koͤnigs bekannt iſt, ſollten die heiligen Zeremonien verrichtet werden, und zu dieſem Ende mußte aus dem noch vor⸗ handenen Brunnen Waſſer geſchoͤpft, und in das Gefäß gefüllt werden, welches bisher der Sar⸗ kopbag genannt wurde, worauf die Prieſter in ſel⸗ bes den heiligen Lotus tauchten. Um aber das Aus⸗ gehen aller hierarchiſchen Gewalt von ſeiner eigenen Perſon der rohen Menge zu verſinnlichen, ließ er, gleichſam ſich ſelbſt apotheoſtrend, in der Pyra⸗ mide unterirdiſche Gemaͤcher errichten, welche einſt ſeine koͤrperlichen Reſte empfangen ſollten**).

**) Daß ſchon die Alten von den Hinduſtaniſchen Pyramiden Kenntniß hatten, bemerkt Alex. Polyhist. in Clem. Alexandr. Str. I. 3.

** Wilford ſagt in den Memoiren der gelehrten Geſellſchaft zu Kalkutta: die Braminen, mit welchen er ſich uͤber die Pyramiden beſprach, haͤtten ihn verſichert, man habe den Brunnen, und ſo auch das Sefäͤtz im groſſen Zimmer zu dem oben geſagten Zweck verwendet. Reynier verſichert, daß die Form des Gefaͤſſes keines⸗