Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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weckt, welche es wirklich, oder nur in der Vorſtel⸗ lung beſchauen, werden auf eine hoͤchſt unangeneh⸗ me Art durch Reflexionen beeintraͤchtigt, die aus dem Munde ſelbſtdenkender oder nachbetender Schrift⸗ ſteller unaufhoͤrlich ertöͤnen. Ich meine, die bitte⸗ ren Beſchwerden uͤber den Volksdruck und uͤber den Koſtenaufwand, welchen die Errichtung dieſer Py⸗ ramide veranlaßte. Man kann im Ganzen genom⸗ men nicht mit Gerechtigkeit ſagen, daß die aͤgypti⸗ ſchen Regenten uͤber die Errichtung koloſſaler Bauten jene der gemeinnutzlichen und die Vermehrung der Kriegsmacht verabſaͤumt haben; denn gerade kein anderes Land, beſaß mehr Kanaͤle und Waſſerbe⸗ haͤlter als Aegypten; ſeine Fruchtbarkeit, ſein Wohl⸗ ſtand befand ſich auf der ausgezeichnetſten Stufe, und lange nach Errichtung der Pyramiden wurde Aegypten von keinem auswaͤrtigen Feind bedroht⸗ vielmehr mußte es ſeit der Regierung des Seſoſtris der Schrecken des Auslandes ſeyn, ohne daß ſeine Streitkraͤfte eine Erhoͤhung bedurft haͤtten. Bey ei⸗ ner ſolchen Stufe von Nazionakgroͤſſe und Nazional⸗ wohl kam es alſo gar nicht darauf an, die vorhan⸗ denen Schaͤtze auf ſtreng nothwendige Anſtalten zu verwenden; es konnten Monumente errichtet wer⸗ den, welche die Ehre der Nation und die Vemunder rung der Nachwelt waͤren.

Einige hunderttauſend Menſchen in der geitan⸗ haltender Waffenruhe einer auſſerordentlichen Be⸗ voͤlkerung entzogen, um ſolche Monumente herzuſtel⸗ len, konnten unmoͤglich gerechte Klagen der ganzen