Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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(*)

Geht man nun zuruͤck, um in des Koͤnigs Zim⸗ mer zu kommen, ſo gelangt man in eine aufwaͤrts führende Gallerie, die etwa 125 F. lang, 25 Fuß hoch iſt, und F. in ihrer groͤßten Breite hat, das iſt an dem Orte, wo zwey Seitenbaͤnke ſind, die 28 Zoll hoch ſind und einen 18 Zoll breiten Vor⸗ ſprung haben. d

Dieſes Zimmer liegt Seräde ober jenem der Koͤ⸗ nigin, ſeine Beuennung wuͤrde aber, wie wir unten

ſehen werden, ſchicklicher in die des Zimmers der Myſterien verwandelt werden; es iſt uͤbri⸗

gens ſchon viel hoͤher, weiter und laͤnger als das

vorherbeſchriebene. Die Waͤnde dieſes heilig ge⸗

haltenen Zimmers ſind von dem Rauche der Fackeln

und Lichter, welche die Beſehenden immer bey ſich

haben, ganz mit Schwarz uͤberzogen, und ihre

Bekleidung iſt ſo hart, daß man kaum mehr im

Stande iſt, ſeinen Namen einzugraben; denn, was die weicheren Stellen der Waͤnde belangt, ſo ent⸗

halten ſie bereits mehrere tauſend Namen der Men⸗ ſchen, die ihren Beſuch dieſes Ortes verewigen woll⸗ 5

ten. Dieſes Zimmer, welches das Hauptgemach der Pyramide iſt, befindet ſich beynah in ihrer Mit⸗ te, und beynah im dritten oder vierten Theile ihrer

perpendikulaͤren Hoͤhe. So wie das ganze Zimmer iſt auch ein ſogenannter Sarkophag, der aber

eigentlich das heilige Gefäͤß heißen ſollte, wie wir unten naͤher eroͤrtern werden. Er ſteht hier in ei⸗ nem der Winkel und iſt von roſenrothem Granit. In den beyden Seitenmauern bemerkt man zwey

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