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ſchaͤfte der Prieſter in den Pyramiden, mußte ein beſtaͤndiger Eingang in die Pyramiden vorhanden ſeyn. Dieſer aber waͤre wahrſcheinlich am Fuſſe der Pyramide und zwar an der Stelle zu finden, wo ſich ein groſſer offener Graben zeigt, vor wel⸗ chem eine Sandmaſſe liegt; denn da das Koͤnigs⸗ grab einmahl unterirdiſch war, ſo entſpricht es dem Begriffe der Zweckmaͤſſigkeit, daß der Ein⸗ gang hierzu nicht erſt von einer Hoͤhe von 60 Fuß abwaͤrts geführt hahe, ſondern daß vielmehr der Eingang gleich bey der Grundflaͤche war, ſich in einen Weg ſowohl zu den unterirdiſchen Gemaͤchern als auch in einen zweyten abſonderte, deſſen groͤß⸗ ten und obern Theil man jetzt durch die gewaltſam gebrochene Oeffnung beſucht.
Verlaͤßt man nun den Brunnen, um den Weg weiter fortzuſetzen, ſo ſieht man ſich vor zwey Gaͤn⸗ gen, deren einer horizontal 118 Fuß fortlaͤuft, zum ſogenannten Zimmer der Königin fuͤhrt, ſo wie der andere in die Hoͤhe ſteigend, in das angebliche Zimmer des Koͤnigs fuͤhrt. Das erſtere Gemach hat eine Laͤnge von 18 und eine Breite von 16 Fuß. Die Decke beſteht aus hervorragenden Steinen, und die Waͤnde dieſes Zimmers der Koͤnigin — welches, wie wir unten ſehen werden, eigentlich das Nitualzimmer heiſſen ſollte, ſind aus ſtarken Bloͤcken von roſenrothem Granit aufgefuͤhrt. Es iſt dermahl beynah ganz mit Schutt angefüllt, und bat weder Verzierungen noch Geſimſe noch In⸗ ſchriften.


