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Mellos Truppen vereinigten ſich mit ihnen, und formirten ſo eine Armee von 6000 Mann, die mit allen Kriegsbeduͤrfniſſen, das ſchwere Geſchuͤtz aus⸗ genommen, hinlaͤnglich verſehen war.
Unterrichtet von dem Entwurfe eines Einfalls in ihr Gebiet, hatten auch die Palmareſen alle ihre Hilfsquellen geſammelt. Sie verwuͤſteten das um⸗ liegende Land, und bereiteten den feindlichen Trup⸗ ven alle moͤglichen Hinderniſſe; demungeachtet dran⸗ gen die Portugieſen bald bis vor die Hauptſtadt, er⸗ ſtaunten aber, als ſie die Bollwerke derſelben voll Soldaten und alle Anſtalten zum kraͤftigſten Wider⸗ ſtande fanden. Der Zombi wagte mit einer ſtar⸗ ken Abtheilung Soldaten einen gäͤhen Ausfall, und brachte den Belagerern einen betraͤchtlichen Ver⸗ luſt bey.
Die Belagerung zog ſich in die Laͤnge. Die Portugieſen lieſſen endlich ſchweres Geſchütz nach⸗ kommen, weil ſie ohne dasſelbe nicht im Stande waren, ſich der Stadt zu bemaͤchtigen. Nun wag⸗ ten ſie einen Generalſturm, und die durch den Man⸗ gel an Pulver und Lebensmitteln niedergeſchlage⸗ nen Palmareſen leiſteten nur ſchwachen Widerſtand. Eine der Pforten wurde geſprengt, und die portu⸗ gieſiſchen Truppen ruͤckten ein.
Nun entſtand ein heftiger, aber kurzer Kampf. Die Reihen der Palmareſen wurden durchbrochen; der Zombi und ſeine uͤbrig gebliebenen Waffenge⸗ faͤhrten entſchloſſen ſich, die Freyheit keinen Augeublick zu überleben. Sie zogen ſich auf den Berggipfel in
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