—(123)—
der Mikte der Stadt zuruͤck, ſtuͤrzten ſich da, wo ſeine Wand ſenkrecht abgeſchnitten war, herab, und fanden ſo den Tod.
Die Siegestrophaͤen der Portugieſen waren nun die Verwundeten, die Greiſe, Weiber und Kinder mit den Gold⸗und Silbervorraͤthen. Ihre Armee gieng nach Pernambuco zurück, wo die Ge⸗ fangenen verkauft wurden. Einige Greiſe, und die verwundeten Krieger wurden, als ſie genafen, nach Bahia, Rio Janeiro und anderen entfernten Plä⸗ tzen ebenfalls zum Verkauf gebracht. So gelang es den Portugieſen, durch Abſonderung dieſer ge⸗ faͤhrlichen Menſchen in weiten Entſernungen ihre Wiedervereinigung fuͤr immer zu hindern.
Das fruchtbare Gouvernement von Pernam⸗ buco mit den alten Kapitäͤnſchaften von Tam d⸗ raca, Parayba und Rio Grande von Pa⸗ rahiba war der Gegenſtand der hollaͤndiſchen Un⸗ ternehmung um die Mitte des ſiebenzehnten Jahr⸗ hunderts. Graf Johann Moriz von Naſſau ver⸗ theidigte mit Erfolg dieſes hollaͤndiſche Braſilien und erweiterte deſſen Graͤnzen durch Eroberung von Ser⸗ gippe und Ceara. Aber die hollaͤndiſche Kompag⸗ nie verkannte den geſchickten Feldherrn, rief ihn zu⸗ rüͤck, und erſetzte ihn durch Kaufleute, deren Er⸗ preſſungen einen Aufſtand herbeyführten, welcher im Jahre 1654 dieſe Provinzen wieder der Krone von Portugal unterwarf.
Die Inſel Fernando do Noronha haͤngt heut zu Tage vom Gouvernement Pernambuco ab.


