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wo ſie in der Nachbarſchaft des wohlbebauten Lan⸗ des Alaoas und Pernambuco waren. Dort ſtieß eine betraͤchtliche Anzahl Reger und Mulatten zu ihnen.
Indeß fuͤhlten ſie bald den Mangel an Wei⸗ hern und beſchloſſen, ihm mit Gewalt abzuhelfen. Der Naub der Sabinerinnen war weder allgemei⸗ ner noch vollſtaͤndiger; ſie raubten alle farbigen Weiber auf eine weite Landesſtrecke, nothzuͤchtigten die Weiver und Toͤchter der Pflanzer, raubten ih⸗ re koſtbarſten Effekten, und zogen ſich nach der von ihnen angelegten Stadt Palmares zuruͤck, wel⸗ che dieſen Ramen der vielen Palmen wegen erhielt, die ſie dort gepflanzt hatten.
Vald wurden dieſe Aufruͤhrer fuͤrchterlich. Meh⸗ rere Pflanzer bewarben ſich um ihre Freundſchaft, und lieferten ihnen insgeheim Pulver, Kugeln, Flinten und europaͤiſche Stoffe, wogegen ſie Verſicherungen ih⸗ res Schutzes und einen Theil des geſtohlenen Goldes
und Silbers erhielten. In kurzer Zeit bildeten ſie eine Nation und fuͤhrten den Namen Palmareſe n nach ihrer Stadt. Sie entwarfen ſich eine eigene Verfaſſung und waͤhlten ſich ein Oberhaupt, welches ſie Zom⸗ bi(den Naͤchtigen) nannten. Seine Wuͤrde war lebenslaͤnglich und er wurde aus den erfahrenſten, tapferſten und einſichtsvollſten Maͤnnern der Nation gewaͤhlt. Dann ſtellten ſie Obrigkeiten auf, gaben ſich Geſetze und errichteten eine Miliz, aus allen waffenfaͤhigen Gliedern beſtehend. Die Religion wurde nicht vergeſſen, ſie nahmen eine Art von Chriſtenthum au.


