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Von den im Lande vertheilten Pflanzungen beſchaͤftigt oft eine zwey bis dreyhundert Sklaven, und, wo nicht die Zuckermuͤhlen durch Waſſer ge⸗ trieben werden, eine verhaͤltnißmaͤſſige Anzahl Pfer⸗ de. Die reichen Eigenthuͤmer dieſer Plantagen woh⸗ nen mit Ausnahme der Regenzeik, in ſchoͤnen Schloͤſſern mit Kapellen.
Sergippe, eine Stadt mit? bis 8000 Ein⸗ wohnern, ſteht noch unter dem Gouverneur von Ba⸗ hia. Nördlicher liegt das Gouvernement Pernam⸗ buco, oder, wie es die Geographen gewoͤhnlich nen⸗ nen, Fernambuc. Es bringt viel Zucker und den größten Theil des nach Europa gehenden Holzes her⸗ vor. DOlinda de Pernambuco mit mehr als 20,000 Menſchen, iſt wahrſcheinlich ſeiner Bedeu⸗ tenheit nach die dritte Stadt Braſiliens. Reßif dient ihr zum Hafen, und hier war es, wo die Hollaͤnder ihren Hauptort, Morizſtadt erbauten.
In dieſer Provinz ſah die neue Welt das erſte Beyſpiel eines unabhaͤngigen Staats, den ſich die Neger errichteten.
Am Ende des Kriegs mit den Hollaͤndern, un⸗ gefaͤhr im Jahre 1660, entſchloſſen ſich die Sklaven in der Naͤhe von Pernambue, in den Gehoͤlzen und Flaͤchen des innern Braſtliens die erſehnte Frey⸗ heit zu ſuchen. Vierzig derſelben ſetzten dieſen Be⸗ ſchluß in Vollzug, und nachdem ſie Flinten und an⸗ dere Kriegsgeraͤthe entfremdet hatten, verlieſſen ſie ihre Herren, und zogen ſich unter den 9ten Grad der Breite in die Naͤhe von Porto Calao zurück,


