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che der Exjeſuiten iſt ganz aus europaͤiſchem Mar⸗ mor erbaut, und alle Holzarbeiten ſind mit Schild⸗ patt eingelegt. In der hiezu gehoͤrigen Bibliothek ſind koſtbare Sammlungen vorhanden, welche dieſe Geiſtlichen uͤber die natürliche und buͤrgerliche Ge⸗ ſchichte Braſiliens geſchrieben haben. Der Pallaſt des Gouverneurs iſt weitlaͤufig, ohne ſchoͤn zu ſepn. Die Einwohner von Bahia ſind ſehr induſtrioͤs, und ihr Handel iſt von groſſer Bedeutung. Die Hauptgeſchäfte dieſes Platzes werden direkt mit Liſſabon und Oporto gemacht, und hiezu 50 groſſe Fahrzeuge verwendet. Den Kolonialhandel Ba⸗ hias, der beſonders gegen den ſuͤdlichen Theil Bra⸗ ſiliens hin, ſtark iſt, betrieben ungefaͤhr 40 Schiffe von 250 Tonnen, und aus dem Innern des Lan⸗ des kommen taͤglich wenigſtens 800 Barken und Polaken an, um der Hauptſtadt ihren Tribut zu zollen. Alle Waaren muſſen in ein hier befindliches Magazin gebracht werden, wo geſtempelt und Zoll gefordert wird. 33. Die Provinz Bahia, zwar die kleinſte, iſt aber doch die fruchtbarſte, reichſte und bevoͤlkertſte. Die Hauptſtadt Cachoeira an einem vortreffli⸗ chen Platze, am ufer eines kleinen Fluſſes, iſt die Niederlage von der Ausveute der Goldminen in den mitternaͤchtlichen Gegenden. Jagoaripe, Amoro, Jacobina, Do Sitio und San Francisco ſind ſaͤmmtlich lebhafte Städte die⸗ ſer Provinz, zu welcher auch die reichen Inſeln Itaporica und San Poulo gehoͤren.


