Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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(1099)

Die Bevoͤlkerung belaͤuft ſich auf drey Millionen, wovon der fuͤnfte Theil reiner portugie⸗ ſiſcher Abkunft iſt, die uͤbrigen aber aus einem Gemi⸗ ſche von Mulatten, Meſtizen, Negern und Indianern beſtehen.

Das Aufblühen des Anbaus und mithin auch des Handels von Braſilien wurde durch die verkehrte Politik des Mutterſtaates betraͤchtlich er⸗ ſchwert.

Durch das Vorhaben, die Kauffahrer vermit⸗ telſt ihrer Kriegsſchiffe gegen jeden feindlichen An⸗ griff in Sicherheit zu ſetzen, hemmte die Regierung die Freyheit des Handels, indem ſie die Handels⸗ flotten zwang, nur im Monat März von Porto nach Braſilien die Waaren des Mutterlandes zu fuͤhren. Hiedurch wurde denn manchem Kaufmanne gerade der ihm bequemſte Zeitpunkt zu dieſem Tauſch⸗ handel verruͤckt, und die Fracht mußte in jeder Hinſicht erſchwert werden, weil zu jener einzigen Zeit die Konkurrenz deshalb am ſtaͤrkſten ward.

Weit drückender waren indeß die Monopolien und Auflagen fuͤr Braſilien ſelbſt. Eins der Haupt⸗ beduͤrfniſſe des menſchlichen Haushalts, das Salz behielt ſich die Regierung allein vor, von den In⸗ ſeln des gruͤnen Vorgebirges einzufuͤhren, da doch die heiſſe Sonne Braſiliens ſehr bequem das beſte Salz lieferte, und ſo Menſchen und Vieh auf die leichteſte Art erhalten wurden. Und dieſes Mono⸗ pol, welges ſo weit getrieben wird, daß ſelbſt das Salz, welches die Sonne willkührlich an den Kuͤſten

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