Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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-(183).

Ceara araiba* lnabhäͤngig

In. Veuug auf die Geiſtlichkeit, geyoͤrt der Zehnten durchgehends der Krone, nach einen dc mehrere paͤbſtliche Bullen beſtätigten Vorrech⸗

Biſchof, Kapitel und Seelſorger erhalten ihre Vangies von Hof.

Der Erzbiſchof zu Bahia bezieht jaͤhrlich 6000 Aroſaben(etwas uͤber 6000 fl.), jeder der ſechs Bi⸗ ſchoͤfe 4000 Kruſaden und jeder Pfarrer 200,000

Reis(500 fl.); doch ſind deren nicht viele. Die

Privaten unterhalten viele Succurſalen.

Was die Gerechti gkeitspflege anbe⸗ langt, ſo giebt es zwey oberſte Gerichishoͤfe(Re- lagoes) in Bahia und in Rio Janeiro. Unter dem erſtern ſtehen die Gerichte zu Para, Maranhao, Fer⸗ nambuk, Goyacos, Bahia; unter dem zweyten je⸗ ne zu Minas Geraes, Mattogroſſo und San Paul. Auſſerdem giebt es noch 24 Ouvidoren, welche Ober⸗ richter in zweyter Inſtanz ſind. Vor der Ueberſied⸗ lung befand ſich die hoͤchſte Inſtanz in Portugal, naͤhmlich der Rath des Pallaſtes, von welchem die Richterſtellen in den Kolonieen beſetzt wurden.

Das Militaͤr in Braſtlien, beſteht dermalen in ungefaͤhr 1v000 Mann. Der General Boͤhme, der in den achtziger Jahren Generalinſpektor der geſammten portugieſiſchen Truppen in Braſilien war, hatte dieſe in einen achtungswuͤrdigen Zuſtand ver⸗ ſetzt, von dem ſte jetzt wieder ſehr herabgeſunken ſind⸗