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Einige Voͤlkerſtaͤmme haben Sprachen, welche Spu⸗ ren einer langen Kultur an ſich tragen; unſere eu⸗ ropaͤiſchen Sprachen erlernen ſie ſehr ſchwer, waͤh⸗ rend ſie ſich in der ihrigen mit groſſer Leichtigkeit und Gewandtbeit ausdruͤcken. Eben jene indiani⸗ ſchen Haͤuptlinge, deren duͤſtres Stillſchweigen den Beobachter befremdet, halten mehrere Stunden lange Reden, wenn eine wichtige Angelegenheit ſie dahin bringt, ihr gewohntes Schweigen einmahl zu unterbrechen. Noch iſt es noͤthig, etwas über den geſellſchaft⸗ lichen Zuſtand der Indianer zu ſagen. Die Einge⸗ bohrnen, ſind entweder die Nachkommen der alten Landleute, oder die Reſte einiger angeſehenen ind a⸗ niſchen Familien, welche es verſchmaͤhten, Verbin⸗ dungen mit den Spaniern einzugehen, und lieber jene Felder fortan mit eigenen Händen bebauten, welche vorher ihre Vaſallen fuͤr ſie bebaut hatten. Aus dieſer verſchiedenen Abſtammung iſt auch die verſchiedene Eintheilung der Urbewohner hervorge⸗ gangen; ſie ſind entweder zinsbare, oder edle Indianer.(Caciquen) Die letztern ſollten nach den ſpaniſchen Geſetzen die Vorrechte des kaſtiliani⸗ ſchen Adels theilen, aber in ihrer gegenwaͤrtigen Lage iſt dieß nur ein ſcheinbarer Vortheil. In ih⸗ rem Aeuſſern kann man dieſe beyden Klaſſen der
Indianer ſchwer von einander unterſcheiden. Der
Adeliche kann wegen ſeiner einfachen Kleidung und Nahrung, wegen des Anſcheines von Armuth, den er ſich oft giebt, leicht mit dem zinsbaren India⸗


