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mit der ſie ihre hieroglyphiſchen Buͤcher verfaßten*), wenn man erfährt, daß ein Bewohner von Tlas⸗ cala, mitten unter dem Getoͤſe der Waffen, durch Hilfe des roͤmiſchen Alphabets, das er erlernt hat⸗ te, fuͤnf dicke Baͤnde uͤber die Geſchichte des Lan⸗ des in ſeiner Mutterſprache niederſchrieb.
So wie der Indianer jetzt iſt, findet man bey ihm nicht jene Flexibilitaͤt der Empfindungen, Be⸗ wegungen und Zuͤge, noch jene Aufgewecktheit des Geiſtes, welche mehrere Voͤlker der Aequinoetial⸗ Gegenden Afrikas auszeichnet. Die ungeſtuͤmme Lebhaftigkeit des Negers von Kongo und das ſicht⸗ bare Phlegma des kupferfaͤrbigen Amerikaners bil⸗ den einen ſchneidenden Kontraſt. Der letztere iſt erſt, melancholiſch, ſtillſchweigend, ſo lange die be⸗ rauſchenden Getraͤnke nicht auf ihn gewirkt haben,
*) Die aztequiſchen Manuſkripte ſind auf Papier von Agave, oder auf Hirſchhaͤnten geſchrieben, oft 60 bis 70 Fuß lang, und jede Seite hat eine Ober⸗ flaͤche von 100 bis 150 Quadrat Zoll. Sie ſind rantenfoͤrmig zuſammengebogen, duͤnne Holz⸗ platten an den Enden bilden den Band, und ge⸗ ben ihnen eine Aehnlichkeit mit unſern Buͤchern in Quart. Keine bekannte Nation des alten Kon⸗ tinents hat einen ſo ausgebreiteten Gebrauch von der Bilderſchrift gemacht. Mit dieſen Buͤchern muß man andere aztequiſche Gemaͤhlde nicht ver⸗ wechſeln, welche zwar aus den naͤmlichen Zeichen beſtehen, aber ordentliche Japeten von 60 Quag⸗ drat Fuß Oberflaͤche bilden. 4₰


