Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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giengen die wohlhabendſten und gebildetſten unter

den Indianern groͤßtentheils zu Grunde. Der Fa⸗ natismus wuͤthete beſonders gegen die Prieſter der Azkequer, man vertilgte die Teopirqui oder Diener der Goͤtter und alle Bewohner der Teocalli, oder Tempel, welche man als die Bewahrer der hiſtori⸗ ſchen, aſtronomiſchen und mythologiſchen Kenntniſſe des Landes betrachten konnte. Man verbrannte die hieroglyphiſchen Bilder, durch welche die Kennt⸗ niſſe aller Art von Generation zu Generation fort gepflanzt werden. Aller Mittel des Unterrichts be⸗ raubt, verfiel das Volk in eine um ſo tiefere Un⸗ wiſſenheit, da die Miſſionarien, unbekannt mit den mexikaniſchen Sprachen, die alten Ideen nur durch wenige neue erſetzen konnten. Die indianiſchen

Wriber, beſonders jene, welche noch einen Theil ihrer Gluͤcksgüter uͤbrig behalten hatten, verbanden

ſich lieber mit Spaniern, als mit ihren Landsleu⸗ ten, und ſo blieb am Ende von den Eingebohrnen nur die duͤrftigſte Klaſſe uͤbrig. Wie will man nun von den armſeligen Ueberreſten eines einſt maͤchti⸗

gen Volkes, die Stufe der Kultur, den Grad der

intellektuellen Ausbildung beurtheilen, den es vom zwoͤlften bis zum ſechzehnten Jahrhunderte erſtiegen hatte? 8

Wenn man betrachtet, was die Mexikaner vor der Eroberung des Landes durch die Spanier wa⸗ ren, daß ſie eine beynahe vollſtaͤndig genaue Kennt⸗ niß von der Groͤſſe des Jahres hatten, bey welchem ſie die Intercalationen am Ende ihres groſſen Cyc⸗

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